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Kühe auf der Weide

hof- und weidetötung

Schlachtmethode ohne lange Transporte und Stress

Das Wohl des Tieres sollte auch bei sogenannten Nutztieren von der Geburt über die Haltung bis hin zur Schlachtung oberste Priorität haben. Die übliche Schlachtmethode bedeutet für die Tiere hohen Stress, Angst und Leid. Die Tiere werden von ihrer gewohnten Herde getrennt und anschliessend mit fremden Tieren aus verschiedensten Betrieben gemeinsam zum Schlachthof transportiert. Der Transport, die unbekannte Umgebung, unbekannte Menschen, sowie die Bedingungen auf dem Schlachthof sind hohe Stressfaktoren und verursachen Angst.

Bei der Hof- und Weidetötung wird den Tieren der stressvolle Transport und die enormen Belastungen im Schlachthof erspart. Bei dieser Methode wird das Tier unter Verwendung des Kugelschusses in der gewohnten Umgebung inmitten seiner Artgenossen betäubt. Erst nach dem Tod wird das Tier in einen Schlachthof zur weiteren Verarbeitung gebracht. So können die Tiere dort sterben, wo sie auf die Welt kamen.

Gemeinsam mit Landwirt Nils Müller, dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), und weiteren Partnern wurde in jahrelanger Zusammenarbeit das Pionierprojekt «Weidetötung» auf dem Hof «Zur Chalte Hose» entwickelt. Nach einer erfolgreichen Pilotphase und anschliessender zeitlich begrenzter Bewilligung hat der Betrieb von Nils Müller im Jahr 2018 die zehnjährige Sonderbewilligung für die Weidetötung auf ihrem Hof erhalten.

Seit Mai 2020 ist die Hof- und Weidetötung nun offiziell legalisiert. Nach einer Änderung in der Schlachtverordnung ist diese alternative Schlachtmethode schweizweit und unter strengen Auflagen ab dem 1. Juli 2020 erlaubt. Dank der Legalisierung dürfen nun weitere Landwirtschaftsbetriebe, dieses stressfreie Schlachtkonzept für ihre Tiere umsetzten.