Küken

Eintagsküken: Der Tod am Fliessband

Wie Millionen männlicher Küken bei der Eierproduktion sterben 

3.6.2022

Ein Kernproblem der modernen Eierproduktion ist das Töten männlicher Küken. Kurz nach dem Schlüpfen werden sie aussortiert und getötet. Für die Geflügelindustrie sind sie unwirtschaftlich.

Milliarden von männlichen Küken sterben jedes Jahr aus rein wirtschaftlichen Gründen. Denn für die Eierindustrie sind sie wertlos: Hähne legen nun mal keine Eier, so wie ihre Schwestern, die Legenhennen. Sie gelten daher als unerwünschtes Nebenprodukt. Für die Fleischmast aber wachsen sie nicht schnell genug. Hier gelten die extrem hochgezüchteten Masthühner als Massstab. Dass es sich bei diesen Küken um gesunde, lebensfähige Tiere handelt, wurde über Jahre ignoriert.

Nachhaltige Lösungen für Eintagsküken sind dringend nötig

VIER PFOTEN fordert grundsätzlich ein Ende der Tötung männlicher Küken! Darüber hinaus wollen wir der Öffentlichkeit die Kükentötung bewusst machen – und gleichzeitig Projekte entwickeln, die Alternativen bieten. Hier gibt es verschiedene Lösungsansätze, wie etwa die Mast der männlichen Küken von Legelinien (die sogenannte Bruderhahnmast) oder die Etablierung von Zweinutzungshühnern.

Der Möglichkeit der Geschlechtsbestimmung im Ei steht VIER PFOTEN kritisch gegenüber, da diese Methode keinen Ausstieg aus der einseitigen Zucht bedeutet. Dem Aufbau einer nachhaltigen Hühnerzucht versperrt sie damit den Weg.

Aus Tierschutzsicht ist der Verzicht auf tierische Produkte natürlich zu begrüssen. Weltweit betrachtet steigt der Konsum von Eiern und Geflügelfleisch jedoch. Daher ist es in der aktuellen Situation wichtiger denn je, die Haltungsbedingungen der Tiere zu verbessern. Eine nachhaltige Lösung für männliche Küken wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Das Kükentöten soll bei 
Bio-Suisse ab Ende 2025 verboten sein.

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VIER PFOTEN

arbeitet schon seit Jahrzehnten daran, die Haltungsbedingungen von Nutztieren zu verbessern

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