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Mops in Vietnam

Mops kaufen?

13.12.2019

Warum bei Hunderassen wie Mops, Französische Bulldogge oder Chihuahua Vorsicht geboten ist

Was haben Hunderassen wie der Chihuahua, die Französische Bulldogge oder der Mops gemeinsam? Klar: Sie sind niedlich. Und sie sind in Mode. Und genau das ruft unseriöse Vermehrer auf den Plan – zu Lasten der Tiere! Deshalb sollten Sie bei sogenannten Moderassen immer besonders aufmerksam sein.

Der Tierhandel funktioniert nach marktwirtschaftlichen Prinzipien: Die Nachfrage bestimmt das Angebot – das gilt leider auch, wenn es um Lebewesen geht. Deshalb gibt es immer wieder Hunde, Katzen oder andere Heimtiere, die – zumindest eine Zeit lang – bei Käufern besonders beliebt sind. Und so häufen sich auf den einschlägigen Online-Plattformen Tier-Anzeigen, die Titel wie «Chihuahua Welpen abzugeben» oder «Französische Bulldogge zu verkaufen» tragen.

So kommen Hunderassen in Mode

Woher kommt diese spezifische Nachfrage nach bestimmten Hunderassen? Damit verhält es sich wie mit vielem anderen in der Modewelt: Der Lieblingsstar hat sich gerade einen Mops angeschafft, ein kultiger Dackel ist in dem Werbespot der Lieblingsmarke zu sehen. Auch Kinofilme wie zum Beispiel «101 Dalmatiner» oder «Findet Nemo» tragen zu einer gehäuften Nachfrage nach einer bestimmten Tierart bei.

Eines der neuesten Beispiele: Durch die Fantasy-Serie «Game of Thrones» steigt die Nachfrage nach Nordischen Hunderassen wie Sibirischen Huskys oder Alaskan Malamutes. Der Grund: Nordische Hunderassen haben in der Sendung die sogenannten «Schattenwölfe» dargestellt. So wurde eine breite Masse auf die Hunderasse aufmerksam.

Deshalb sind Moderassen problematisch

Wo es eine grosse Nachfrage gibt, da kann man viel Geld verdienen. Kommt eine Hunderasse in Mode, wittern auch unseriöse Vermehrer und Hundehändler ein gutes Geschäft. Der meiste Profit winkt, wenn die Welpen möglichst billig «produziert» werden. Dass dies auf Kosten der Tiere geht, versteht sich von selbst. Es gibt aber ein weiteres Problem: Wer sein Herz an eine Rasse verliert, die gerade in Mode ist, schätzt oft die tatsächlichen Bedürfnisse des Hundes falsch ein.

Auch Kleinhunde wie Chihuahuas sind echte Hunde, die artgemäss gehalten und beschäftigt werden wollen. Und Sibirische Huskys, die «Schattenwölfe» aus Game of Thrones, haben als lauffreudige Schlittenhunde ohnehin sehr spezielle Ansprüche an ihre Menschen. Nicht selten landen Vertreter einer Moderasse daher im Tierheim, weil ihre Halter mit ihnen überfordert waren.

Interessante Reportage zu Qualzuchten und ihren Auswirkungen

Das Format Unzipped von SRF Virus hat sich mit dem Thema Qualzuchten auseinander gesetzt und einen Beitrag dazu gemacht: 

Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit VIER PFOTEN. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.

Welche Hunderassen und Katzenrassen nach Recherchen von VIER PFOTEN aktuell besonders betroffen sind, lesen Sie im Folgenden. 

Tipp: Fundierte Informationen und praktische Tipps rund um die verantwortungsbewusste Hundehaltung finden Sie in unserem Projekt CAROdog!

Kranke Miniatur-Hunderassen

Sind Sie auch schon einmal über eine Anzeige gestolpert, in der Ihnen eine neuartige «Miniversion» einer Hunderasse angepriesen wurde? Leider gibt es den Trend,  Hunderassen immer kleiner zu züchten und sie als «Miniatur-Variante» anzubieten. Diese Tiere leiden überdurchschnittlich oft unter sämtlichen Nachteilen einer Qualzüchtung. Fast immer haben sie mit massiven und langwierigen Krankheitsbildern zu kämpfen, die nicht selten zu einem verfrühten Tod führen.

Bitte erkundigen Sie sich genau, bevor Sie sich für eine bestimmt Rasse entscheiden!