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VIER PFOTEN nimmt Online Tieranzeigen in der Schweiz unter die Lupe

27.6.2016

Kampagne «Tatort Internet»: Zusammenarbeit mit Online-Plattformen für Kleinanzeigen

Massnahmen sollen Tiere und Konsumenten schützen

«Wir haben einen sehr konkreten Massnahmenkatalog ausgearbeitet, den wir den Plattformen vorgelegt haben. Anhand der Antworten kann man erkennen, wie ernst die Unternehmen sowohl Tier- als auch Konsumentenschutz nehmen.»

Lucia Oeschger, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Schweiz

Die Massnahmen beinhalten die genaue Überprüfung der Verkäufer, verpflichtende Angaben zum Tier selbst wie etwa Informationen über die Gesundheit, das exakte Alter etc. sowie eine genaue Auflistung aller Tiere, die nicht verkauft werden dürfen. Zu letzteren gehören etwa Primaten, zahlreiche Wildtiere, trächtige sowie zu junge Tiere.Die Konsumenten sollen laut VIER PFOTEN mit dem Vergleich der Plattformen eine gewisse Orientierung und ein Bewusstsein bekommen, welche Überlegungen im Zusammenhang mit Tierschutz, aber auch mit Betrugsbekämpfung wichtig sind.

«Wir können leider nicht verhindern, dass Tiere in der Schweiz oder sonst wo online erworben werden. Es ist uns aber wichtig, dass Tiere nicht einfach als Ware, sondern als fühlende Wesen gesehen werden. Die Leute müssen wissen, dass hier extrem viel Missbrauch passiert.»

Lucia Oeschger, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Schweiz

Recherchen in 10 Ländern fördern viele Betrugsfälle zutage
Für die internationale Kampagne «Tatort Internet» hat VIER PFOTEN Recherchen in zehn Ländern durchgeführt. Auch in der Schweiz waren Käufer immer wieder mit Betrugsfällen konfrontiert; oft starb das neu erworbene Tier nach wenigen Tagen oder Konsumenten haben durch einen solchen Kauf beträchtliche finanzielle Schäden aufgrund von Tierarztkosten erlitten.

«Es gibt unzählige Probleme. Mangelnde Beratung, dubiose Quellen und Tierquälerei sind aber die gravierendsten.»

Lucia Oeschger, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Schweiz