Suche

Spenden Patenschaft

Einsatz gegen den Handel mit Hunde- und Katzenfleisch in Asien

19.6.2018

Der Konsum von Hunden und Katzen ist heute eine der kontroversesten Praktiken in Asien.

Geschätzt landen jedes Jahr 30 Million Hunde und unzählbar viele Katzen im Fleischhandel. Das macht ihn zu einem der grössten Tierschutzprobleme Asiens. Die Gründe Hunde- und Katzenfleisch zu konsumieren, unterscheiden sich von Land zu Land - in manchen zählt Hundefleisch als günstige Proteinquelle oder gehört traditionell zur Landesküche, in anderen wird ihm ein medizinischer Nutzen zugeschrieben. Weil die Haltung von Haustieren in der Gesellschaft steigt und Hunde und Katzen immer mehr als Teil der Familie gesehen werden, ruft der Handel zunehmend Unmut vor Ort hervor. In vielen Ländern wächst die Ablehnung des Hundefleischhandels in der lokalen Bevölkerung.

Heftige Probleme im Tierschutz

Eine unfassbare Anzahl an Hunde und Katzen werden ihren Haltern gestohlen, von der Strasse gefangen oder aus Farmen bezogen und lange Strecken transportiert, um dann unter unmenschlichen Bedingungen geschlachtet zu werden. Intensive Nachforschungen haben das Leid der Tiere in allen Abschnitten des Hundefleischhandels von Beschaffung, Transport, Verkauf bis zur Schlachtung aufgedeckt. Hunde werden üblicherweise mit Eisenkrallen oder notdürftigen Metall-Lassos gefangen.

Einmal gefangen, werden Hunde und Katzen viele Stunden oft sogar Tage lang transportiert. Sie werden in enge Käfige ohne Futter oder Wasser zusammengepfercht. Viele ersticken, verhungern, verdursten oder sterben noch während dem Transport an Verletzungen. Nach dem Transport werden die Hunde und Katzen entweder direkt im Restaurant oder auf dem Markt geschlachtet. Die Methoden der Schlachtung variieren je nach Land. Die Hunde werden mit Metalstangen erschlagen, mit einem langen Messer in die Brust gestochen oder durch einen Stromschlag getötet. Das passiert üblicherweise im Blickfeld der anderen Tiere, die auf ihre Schlachtung warten.

Stoppt den Handel mit Hundefleisch in Indonesien!

Als Mitglied der Dog Meat Free Indonesia Koalition rufen wir die Indondesische Regierung auf, den Handel und die Schlachtung von Hunden für den Konsum durch Menschen zu verbieten.

Jetzt Petition unterschreiben

Zusätzlich: Gefahr für die menschliche Gesundheit!

Der Handel mit Hunde- und Katzenfleisch ist der einzig bekannte Handel, der die massenhafte Beförderung von ungeimpften Haustieren landesweit und international fördert. Diese Beförderung untergräbt alle Bemühungen vor Ort Tollwut unter Kontrolle zu bringen und steht im Gegensatz zu den Empfehlungen von bekannten Weltgesundheitsorganisationen. Die Schlachtung und der Konsum von Hunden und Katzen für Menschen stellt eine grosse Gefahr für die menschliche Gesundheit wegen übertragbarer Krankheiten dar, insbesondere Tollwut, aber auch Cholera und Trichinellose. Studien zeigen eine besorgniserregend hohe Anzahl an Tollwut erkrankten Hunden in Restaurants, Schlachthäusern und Märkten.

Wie Stoppen wir das Leid?

Um den Hundefleischhandel in Asien zu beenden, braucht es vielseitige Ansätze:

  • Eine enge Zusammenarbeit mit Regierungen, um bereits existierende Gesetze zu Tiertransporten und Tollwut-Kontrollen umzusetzen.
  • Aufklärungskampagnen, um den Konsum von Hunde- und Katzenfleisch zu senken und die gesellschaftliche Sichtweise auf Hunde und Katzen zu verbessern.
  • Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft für tierschutzrelevante Themen und die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit durch Hundefleisch.
  • Unterstützung von einheimischen Non-Profit Organisationen, die sich unermüdlich für ein Ende des Handels in ihren Gemeinschaften einsetzen.
  • Humane und nachhaltige Programme zur Geburtenkontrolle von Hunden und Katzen.

VIER PFOTEN hat sich verpflichtet, den Handel zu bekämpfen

Um den grausamen Handel zu stoppen, ist VIER PFOTEN Mitglied von mehreren Koalitionen, die in Vietnam und Indonesien aktiv sind, und betreibt Kampagnen in Südostasien, um den Tierschutz zu fördern, Organisationen vor Ort zu unterstützen und die regionalen Ressourcen gegen den Handel zu stärken.

Asia Canine Protection Alliance (Asiatische Allianz zum Schutz von Hunden)

Geschätzt wird, dass fünf Millionen Hunde und über eine Million Katzen jedes Jahr dem Fleischhandel in Vietnam zum Opfer fallen. Die «Asia Canine Protection Alliance» ist eine internationale Gemeinschaft bestehend aus Tierschutzorganisationen, die sich dafür einsetzen, den illegalen Handel mit Hunden, die in Restaurants und Märkten in Vietnam landen, zu beenden. ACPA ist bemüht eine gute Zusammenarbeit mit den Regierungen in ganz Südostasien aufzubauen - überall da, wo der Handel mit Hundefleisch verbreitet ist. ACPA hat bereits einen Stopp des illegalen Handels mit Hunden zwischen Thailand und Vietnam erreicht und das Ministerium für Tiergesundheit in Vietnam hat eine Anordnung für ein Ende des illegalen Imports von Hunden erlassen.

Dog Meat Free Indonesia Coalition (Koaltion Hundefleisch freies Indonesien)

Jedes Jahren werden in Indonesien Millionen Hunde brutal gefangen und für den Handel mit Hundefleisch durch das ganze Land transportiert. Die Mehrheit davon sind gestohlene Familien-Haustiere, die illegal zu Schlachthäusern und Märkten gebracht werden. Ihre Beine und Schnauzen werden häufig so eng zusammen gebunden, dass sie sich weder bewegen noch atmen können. So werden sie auf extrem langen Strecken durch das ganze Land gefahren, um auf lokalen Märkten verkauft zu werden. VIER PFOTEN und die «Dog Meat Free Indonesia Coalition» rufen Indonesiens Präsident Widodo auf, Hunde und Katzen vor der Grausamkeit dieses Handels zu beschützen.

Untersützen Sie die Hunde

Unterschreiben Sie unseren Brief an Präsident Widodo

Jetzt Aktiv werden

Partnerschaftsprogramm für Südostasien

VIER PFOTEN betätigt sich gemeinsam mit lokalen Organisationen an wirksamen Tierschutz-Projekten vor Ort. Unsere Projekte sind dafür bestimmt Tierschutz in der Region zu verbreiten, indem nachhaltige und humane Lösung zur Verringerung der Streuner-Populationen entwickelt werden, der Diebstahl und Handel von Haustieren verringert wird sowie Aufklärungskampagnen und verantwortungsvolle Tierhaltung in Asien gefördert wird.

Im Angesicht der Tierschutz-Problematik und der Gefahren der öffentlichen Gesundheit kritisiert VIER PFOTEN den Handel mit Hunden- und Katzenfleisch stark. VIER PFOTEN unterstützt die Gesetzgebung, um den inhumanen und gefährlichen Handel endgültig zu verbieten. Die Thematik ist höchst komplex und ein Ende des Handels benötigt ein aufrichtiges Verständnis der Situation in den jeweiligen Regionen und dabei vielseitige Lösungsansätze.