Stopp Foie Gras.

Import von FOie gras: Status quo in der schweiz

Die Stopfmast ist in der Schweiz seit über 40 Jahren gesetzlich verboten, während der Import weiterhin legal ist. 

Gesetzeslage in der Schweiz

Die Herstellungsart von Foie Gras, die sogenannte Stopfmast (frz.: gavage), ist in der Schweiz seit dem Jahr 1978 verboten. Der Artikel 20 der Schweizer Tierschutzverordnung verbietet explizit das Stopfen von Hausgeflügel (hier eingeschlossen sind Enten und Gänse).

Importstatistiken

Trotz hiesigem Herstellungsverbot von Foie Gras und anderen Stopfmastprodukten ist deren Import in die Schweiz nach wie vor erlaubt. Dennoch landeten in den letzten drei Jahren jährlich durchschnittlich mehr als 200 Tonnen Foie Gras und mehrere hundert Tonnen Enten-/Gänsebrust (darunter Magret) in der Schweiz. Die Schweiz gehört somit zu den Top 5 Foie gras-Importeuren weltweit. Der grösste Teil wird dabei aus Frankreich, dem weltweit grössten Foie Gras-Produzenten, importiert.

Import von Foie Gras: Status quo in der Schweiz

Jährlich werden mehr ungefähr 600'000 Enten und Gänse getötet, nur um den schweizerischen Bedarf gezielt zu decken. Hier eingeschlossen sind einerseits die männlichen Tiere, die gestopft werden und andererseits die weiblichen Küken, die jeweils kurz nach dem Schlüpfen geschreddert oder vergast werden, da ihre Leber nicht Foie Gras-tauglich ist.

Die Motion Haab: Importverbot für tierquälerisch erzeugte Stopfleber

Die im März 2020 im Nationalrat eingereichte Motion Haab fordert ein Importverbot für Stopfleber, weil deren Produktion tierquälerisch ist. Die Stiftung VIER PFOTEN unterstützt diesen Antrag. In der Vergangenheit sind andere parlamentarische Versuche, den Import von Stopfleber zu verbieten, gescheitert. Umso wichtiger ist es, dass die Verbraucher auf die Tierquälerei bei der Herstellung von Stopfleber und anderen Folgeprodukten aufmerksam gemacht werden, diese anerkennen und die Produkte strikt ablehnen.

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