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In Memoriam Heli Dungler

Fleischscheiben auf Tabletts in einer Fabrik

Fleischkonsum und Umwelt

6.12.2019

Was Fleisch mit dem Klimawandel, Regenwald-Rodungen und Wasserverschmutzung zu tun hat

Ein Glas Milch und ein Salami-Sandwich zum Frühstück, Spaghetti Bolognese zum Mittagessen und ein Schnitzel mit Pommes zum Abendessen: Für viele Menschen ein ganz normaler Speiseplan. Die Folge: Der Fleischkonsum steigt stetig an – weltweit. Besonders in Schwellen- und Entwicklungsländern wächst der Konsum von Fleisch und anderen Produkten aus tierischer Produktion massiv. Prognosen zufolge wird sich die Nachfrage nach Fleisch bis zum Jahr 2050 wohl verdoppeln.

Diese grosse Nachfrage führt zu einer Zunahme der industriellen Tierproduktion. Darunter leiden nicht nur die Tiere. Der hohe Fleischkonsum pro Kopf hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima.

Warum ist Fleisch klimaschädlich?

Grund für den Klimawandel sind die durch den Menschen in erhöhten Mengen verursachten Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O), die den natürlichen Treibhauseffekt verstärken.

Diese Treibhausgase werden aber nicht allein durch die Nutzung fossiler Brennstoffe (zum Beispiel Kohle, Erdgas und Erdöl) oder durch den Transportverkehr (Automobile, Schiffe und Flugzeuge) verursacht. Was oft nicht bedacht wird: Die Viehhaltung und die Produktion von tierischen Produkten tragen gravierend dazu bei.

Weltweit stammen 14,5 Prozent der gesamten von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen aus der Tierproduktion. Mastrinder und Milchkühe werden in riesigen Tierfabriken gehalten und sind der grösste Klimasünder des Sektors – unter anderem wegen des hohen Bedarfs an Futtermitteln und des Ausstosses an Methan.

Im Vergleich zu Obst und Gemüse wird für die Produktion von Fleisch, Milch, Käse und Butter zudem viel mehr Energie benötigt. Dadurch wird wiederum mehr CO2 freigesetzt. Die vermehrte Produktion an Lachgas und Kohlendioxid wird vorwiegend durch die Düngung von Agrarflächen oder die Herstellung von mineralischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel verursacht.

Das ist der Grund, aus dem Fleisch so klimaschädlich ist. Auf Fleisch und tierische Produkte so weit wie möglich zu verzichten ist daher ein wichtiger Beitrag für mehr Klimaschutz.

Tipp: Probieren Sie die Ernährung nach dem Prinzip der «3Rs» – damit wird die tierfreundliche und umweltschonende Ernährung ganz einfach!

Weitere Auswirkungen des Fleischkonsums

So schaden tierische Produkte der Umwelt

Wasserverschmutzung: Überdüngung der Agrarflächen, Einsatz von Pestiziden und Medikamenten führen zur Verschmutzung der Grundwasserressourcen.

Wassermangel: Für die Produktionsschritte von Fleisch oder anderen tierischen Produkten wird sehr viel Wasser benötigt (für ein Kilogramm Rindfleisch werden beispielsweise 15.000 Liter Wasser verbraucht).

Wald- und Regenwaldrodungen: Zur Gewinnung von Weideflächen oder für den Anbau von Tierfuttermittel (wie Soja) werden grosse Waldgebiete vernichtet. Diese sind nicht nur Lebensraum vieler Tierarten, sondern auch für den Klimaschutz wichtig.

Machen Sie sich stark für Tiere und Umwelt: Treffen Sie bewusste Kaufentscheidungen!


1.) Achten Sie beim Konsum tierischer Produkte auf tierfreundliche Landwirtschaft und Gütesiegeln mit höheren Tierschutzstandards.
 2.) Reduzieren Sie Ihren Fleischkonsum und verzichten Sie auch häufiger auf Milch, Käse und Eier. Die vegane Ernährung ist am umwelt- und klimafreundlichsten.
 
3.) Greifen Sie häufiger zu pflanzlichen Alternativen wie veganem Fleischersatz oder Pflanzenmilch. Achten Sie aber auch hier auf die Art und Herkunft der Inhaltsstoffe.