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KLIMAKRISE

Im Jahr 2022 wurden in der Schweiz mehr als 84 Millionen Tiere geschlachtet.1 Die Nutztierhaltung war im selben Jahr für 11 % der Treibhausgasemissionen in der Schweiz verantwortlich.2 Die Intensivtierhaltung in der Fleisch- und Milchindustrie beutet nicht nur Millionen von Tieren aus, sondern heizt auch die Klimakrise an.

Jede Mahlzeit zählt

Was wir essen ist nicht «Wurst». Denn jede Mahlzeit prägt unseren CO2-Fussabdruck.

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CO2e für 1 kg Rindfleisch
(das entspricht einer 354 km langen Autofahrt)

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CO2e für 1 kg Käse
(das entspricht einer 85 km langen Autofahrt)

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CO2e für 1 kg Tofu
(das entspricht einer 12 km langen Autofahrt)

Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit VIER PFOTEN. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.

Wie kann eine Tierschutzorganisation wie VIER PFOTEN zum Klimaschutz beitragen?

Als Tierschutzorganisation sind wir alarmiert über die Klimakrise. Deshalb führen wir verschiedene Kampagnen und Projekte durch, um die schädlichen Praktiken der industriellen Fleisch- und Milchindustrie aufzuzeigen, die Milliarden von Tieren, Menschen und unseren Planeten ausbeuten, und fordern eine Veränderung der Ernährungssysteme.

In unserem Bericht zum Meat Exhaustion Day haben wir den Fleischkonsum pro Land untersucht. Wir haben berechnet, wann ein Land seinen «nachhaltigen» Fleischkonsum überschreitet, der durch die Planetary Health Diet definiert wird. Dies ist eine Referenzdiät des renommierten wissenschaftlichen Gremiums EAT-Lancet, das sich mit den ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen von Lebensmitteln beschäftigt.

Wir beteiligen uns regelmässig an Klimastreiks und Protesten im Zusammenhang mit der Tierhaltung in Ländern auf der ganzen Welt.

Wir kämpfen dafür, dass Tiere in politischen Gremien wie den UN-Klimakonferenzen oder dem Europäischen Parlament eine Stimme bekommen.

Wie beeinflusst Fleischkonsum den Klimawandel?

Kühe, Schafe und andere Wiederkäuer stossen ein sehr starkes Treibhausgas namens Methan aus. Dies geschieht durch einen Prozess namens «enterische Fermentation», der in ihren Mägen und Därmen stattfindet, wenn sie Gras und anderes Futter verdauen.

Auch die Futtermittelproduktion selbst ist ziemlich klimaschädlich. Fast die Hälfte der Emissionen aus der Nutztierhaltung wird durch die Produktion und Verarbeitung von Futtermitteln wie Gras und Futterpflanzen verursacht3. Allein die Futtermittelproduktion und die Weideflächen nehmen 77 % der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Anspruch4.

Die Gülle von Wiederkäuern, aber auch von Schweinen, setzt ebenfalls Treibhausgasemissionen frei, insbesondere Lachgas (N2O). Dieses Gas ist 273 Mal stärker als CO2. Landwirtschaftliche Aktivitäten sind für 86 % der Methanemissionen und 66 % der Lachgasemissionen in der Schweiz verantwortlich5.

Wie genau stossen Kühe Methan aus?

Kühe sind Wiederkäuer, genau wie Schafe und Ziegen. Ein Prozess namens «enterische Fermentation», der in ihren Mägen und Därmen bei der Verdauung von Futter stattfindet, trägt zu den Treibhausgasemissionen bei, da dabei Methan (CH4) freigesetzt wird. Wiederkäuer sind weltweit für 89 % der gesamten CH4-Emissionen in der Tierhaltung verantwortlich, während Tiere wie Hühner und Schweine nur 11 % beitragen. Unter den Wiederkäuern tragen Rinder global mit 69 % den grössten Teil zur Methanproduktion bei6.

Daher sind die Emissionen von Nutztieren die grösste Quelle für landwirtschaftliche Emissionen, wobei die enterische Fermentation der vorherrschende Prozess ist und Rinder die Hauptverursacher dieser Emissionen sind.

Sind Kühe also Klimakiller?

Nein. Im Jahr 2022 waren die Verdauung von Nutztieren (enterische Fermentation) und das Management von Dünger für 11 % der Treibhausgasemissionen der Schweiz verantwortlich2: Das ist eine grosse Menge. Wir Menschen sind es jedoch, die diese Tiere für unseren Konsum züchten. Wir halten einfach zu viele Nutztiere.

Schuld an der Klimakrise sind die Fleisch- und Molkereiriesen sowie eine Politik, die die schädlichen Auswirkungen der Intensivtierhaltung auf Tiere und den Planeten ignorieren.

Was kann ich persönlich mit meiner Ernährung beitragen?

Wenn es um klimafreundliches Verhalten geht, sprechen wir viel über nachhaltige Energiequellen und Verkehr. Ein sehr wirksamer Weg, um Ihren persönlichen CO2-Fussabdruck zu verringern, ist jedoch Ihre Ernährung. Eine klimafreundliche Ernährung ist diejenige, die die geringsten Auswirkungen auf unsere Tiere und die Umwelt hat. Im Durchschnitt hat die Produktion von Fleisch und anderen tierischen Produkten einen viel grösseren CO2-Fussabdruck als pflanzliche Alternativen. Daher gehören zu einer klimafreundlichen Ernährungsweise auch der Konsum von mehr pflanzlichen und, wenn immer möglich, regionalen und saisonalen Lebensmitteln.

VIER PFOTEN möchte möglichst viele Menschen dazu inspirieren, ihren Konsum von tierischen Produkten zu überdenken, und gut durchdachte Entscheidungen im Supermarkt zu treffen. VIER PFOTEN empfiehlt dabei das so genannte 3R-Prinzip.

Zusammen mehr bewegen! 

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Social Media


Viele Menschen sind sich des Zusammenhangs zwischen dem Tierleid in der Intensivtierhaltung und der Klimakrise noch nicht bewusst. Indem Sie klimarelevante Beiträge in den sozialen Medien teilen, erhöhen Sie das Bewusstsein! Folgen Sie uns auf Instagram und Facebook.

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Tierfreundliche Ernährung

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Tierfreundliche Ernährung


Weniger Fleisch zu essen ist gut für die Gesundheit, den Planeten und die Tiere. VIER PFOTEN empfiehlt, tierische Produkte zu reduzieren, zu verbessern und zu ersetzen. Um dies zu erreichen, empfehlen wir das sogenannte 3R-Prinzip.

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Quellenverweis

1. Proviande. Der Fleischmarkt im Überblick. 2023. https://www.proviande.ch/sites/proviande/files/2020-05/Der%20Fleischmarkt%20im%20%C3%9Cberblick%20-%20Aktuelle%20Ausgabe.pdf 
2. OFEV Office fédéral de l’environnement. Évolution des émissions de gaz à effet de serre de la suisse depuis 1990. 2023. https://www.bafu.admin.ch/dam/bafu/fr/dokumente/klima/fachinfo-daten/THG_Inventar_Daten.xlsx.download.xlsx/Evolution_emissions_GES_depuis_1990_2024-04.xlsx
 
3. Gerber PJ, Steinfeld H, Henderson B, Mottet A, Opio C, 
Dijkman J, Falcucci A, Tempio G. Tackling climate change through livestock: a global assessment of emissions and mitigation opportunities. Tackling climate change through livestock: a global assessment of emissions and mitigation opportunities. 2013 [accessed 2023 Feb 6]. https://www.cabdirect.org/cabdirect/abstract/20133417883 
4. United Nations Environment 
Programme UN. What’s cooking? An assessment of potential impacts of selected novel alternatives to conventional animal products. 2023. Frontiers 2023 Special Issue. http://www.unep.org/resources/whats-cooking-assessment-potential-impacts-selected-novel-alternatives-conventional
5. OFEV Office fédéral de l’environnement. Indicateurs de l’évolution des émissions de gaz à effet de serre en Suisse. 
2024. 
6. FAO. Pathways towards lower emissions. FAO; 2023. http://www.fao.org/documents/card/en/c/cc9029en. doi:10.4060/cc9029en
 

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