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Pelzfarm in Finnland

Echtpelz, echt mies fürs Image!

11.1.2021

VIER PFOTEN startet Kampagne gegen Schweizer Modeunternehmen Fashion Stylers

Zürich, 11. Januar 2021 – Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN fordert in der nächsten Phase ihrer Pelz-Kampagne das Modeunternehmen Fashion Stylers auf, aus dem Pelzverkauf auszusteigen. Der international operierende Online-Versandhändler gehört zu den wenigen Textilkonzernen im deutschsprachigen Raum, der nach wie vor Echtpelzmode im grossen Stil vertreibt. Gerade in Anbetracht der Massentötungen auf dänischen Pelzfarmen ist die Aufklärung über das unermessliche Tierleid hinter der Pelzproduktion von grosser Bedeutung. 

Das Halten und Töten von Tieren zur Gewinnung von Pelz für die Modeindustrie lehnen 83% der Schweizer ab. Dies zeigt eine kürzlich durchgeführte Umfrage von VIER PFOTEN. Obwohl sich Fashion Stylers als vorausdenkendes Unternehmen bezeichnet, hinken sie in Sachen Tierschutz anderen Schweizer Textilunternehmen hinterher. 

«Mit dem Verkauf von Mänteln, Schuhen und Accessoires mit Echtpelz unterstützt Fashion Stylers die grausamen Haltungsbedingungen und das Leid auf den Pelztierfarmen. Wir fordern daher Fashion Stylers auf, mit der Zeit zu gehen und auf den Vertrieb von Waren mit Echtpelz zu verzichten. Leider hat das Unternehmen bislang nicht auf unsere Anfragen und Kontaktaufnahmen reagiert.»

Dominik del Castillo, Campaigner von VIER PFOTEN Schweiz.

VIER PFOTEN ist gerne bereit, Fashion Stylers bei einem pelzfreien und somit zeitgemässen Neustart zu unterstützen.

Fashion Stylers, einer der letzten Pelzsünder der Schweiz
Die Marke Fashion Stylers gehört zur Highstreet GmbH und hat ihren Hauptsitz in der Schweiz. Der Konzern versteht sich selbst als Schweizer Highstreet Fashion Unternehmen und betreibt unter anderem einen Laden in einem der umsatzstärksten Einkaufszentren der Schweiz. Der Hauptvertrieb ihrer Modeartikel findet über ihren Onlineversand statt. In dem sich ständig verändernden Sortiment findet sich eine grosse Auswahl an Artikeln mit Fuchspelz- und Marderhundpelz-Accessoires, bei manchen Artikeln ist aber nicht klar deklariert von welcher Tierart der Echtpelz stammt. Die Pelzartikel sind nicht immer gemäss der gesetzlichen Pelzdeklarationsverordnung beschriftet. Die korrekt deklarierten Artikel stammen meist aus in der Schweiz nicht zugelassener Käfighaltung mit Gitterböden.

Grausame Industrie: Pelz
In den vergangenen Monaten gab es weltweit wiederholt COVID-19-Ausbrüche auf Pelzfarmen. Sowohl in den USA als auch in Irland, den Niederlanden und in Dänemark infizierten sich Nerze mit dem Coronavirus. Die Niederlande kündigten daraufhin als Konsequenz einen vorzeitigen Ausstieg aus der Pelzindustrie an. In Dänemark wurden seit August auf mehr als 300 Nerzfarmen Corona-Vorfälle gemeldet. Trotz Quarantänemassnahmen mutierte das Virus, sodass sich Mitarbeitende von Pelzfarmen bei kranken Nerzen ansteckten. Um die Bevölkerung zu schützen, wurden Millionen von Nerzen auf insgesamt 1’140 dänischen Pelzfarmen auf grausame Art gekeult. 

Pelz ist out
Jedes Jahr werden mehr als 100 Millionen Tiere von der Pelzindustrie getötet. Nerze, Füchse und Marderhunde leiden auf Pelzfarmen in winzigen Drahtkäfigen. Für Wildpelz sterben andere Tierarten durch Fallen eines grausamen Todes. Zudem werden für die Verarbeitung von Fellen zu Pelzmode hohe Mengen an giftigen Chemikalien eingesetzt. VIER PFOTEN arbeitet seit vielen Jahren international zum Thema Pelz und setzt sich in der Schweiz für ein Importverbot von Pelzprodukten ein.

Zeit zu handeln
VIER PFOTEN fordert Fashion Stylers dazu auf, aus dem Pelzgeschäft auszusteigen. Über ein Protesttool auf der Website von VIER PFOTEN können Unterstützerinnen und Unterstützer eine Protestmail an das Unternehmen senden und so ein Zeichen gegen das Pelzgeschäft setzen. «Jedes Protestmail hilft, um Fashion Stylers zum Umdenken zu bewegen», erklärt VIER PFOTEN Campaigner Dominik del Castillo. «Zudem kann man auch unsere internationale Petition für ein Ende der Pelzfarmen in Europa unterstützen. Gemeinsam für ein pelzfreies Europa.»

Alle Ergebnisse der VIER PFOTEN Umfrage zum Thema Pelz finden Sie hier.

Zum Protesttool gelangen Sie hier, die Petition für die Schliessung von Pelzfarmen finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Thema Pelz und Tierschutz finden Sie hier.

Über VIER PFOTEN
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz-und Wildtiere –wie Bären, Grosskatzen, Orang-Utans und Elefanten aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen-und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Grossbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in zwölf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt. www.vier-pfoten.ch

Chantal Häberling

Chantal Häberling

Kommunikation Schweiz

chantal.haeberling@vier-pfoten.org

+41 43 311 80 90

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Enzianweg 4, 8048 Zürich