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Hund auf der Wiese

Gute Hundeschule finden

13.2.2019

Ratgeber für Hundefreunde: Worauf Sie bei Welpenerziehung und Welpenschule achten sollten

Grundlage für die Hundeerziehung ist der Aufbau einer positiven Beziehung und einer engen Bindung zwischen Mensch und Hund. Im Vordergrund stehen gegenseitiger Respekt und Vertrauen. Damit diese Bindung durch die Erziehung des Hundes nicht gefährdet, sondern vielmehr gestärkt wird, müssen Hund und Halter Freude am gemeinsamen Training haben. 

Man weiss heute, dass der Hund sowohl aus Erfahrung als auch aus Erfolg und Misserfolg lernt. Das kann man sich bei der Erziehung sehr einfach zu Nutze machen. Erwünschtes Verhalten wird durch Belohnung (Futter, Spiel, Stimme, Zuwendung oder etwas anderes, das sich der Hund gerade wünscht) verstärkt. Unerwünschtes Verhalten erfährt kein Erfolgserlebnis, wird also ignoriert.  Das und mehr finden Sie in untenstehender Broschüre, die Sie kostenfrei herunterladen können.

Checkliste zur Auswahl einer Hundeschule

Diese Punkte sollte die gewünschte Hundeschule erfüllen

  • Familienmitglieder sind beim Training zugelassen.
  • Das Ablegen von Prüfungen wird bei Interesse angeboten, wird aber niemals aufgezwungen.
  • Es wird grossen Wert auf Kommunikation mittels Körpersprache und Handzeichen gelegt.
  • Der Trainer erkennt die Überforderung einzelner Hunde (Calming Signals) und reagiert darauf (Spielpausen oder Einzeltraining).
  • Die Trainer sind über moderne Erkenntnisse in Bezug auf Hundeverhalten (zB. dass es passé ist, alles mit «Rangordnung» zu erklären) und Lernpsychologie informiert.
  • Nach jeder Trainingseinheit sollte eine Spielpause folgen.
  • Die Trainer respektieren, dass Hunde und Menschen Individuen sind – es kann nicht jeder gleich gut sein.
  • Alle Übungen werden schrittweise erklärt und angeleitet, sodass jeder Teilnehmer weiss, wie sein Hund das Verlangte erlernen kann.
  • Welpen (von 8 bis 16 Wochen) müssen beim Spielen von den körperlich überlegenen Hunden separiert werden.
  • Hunde mit Verhaltensproblemen (Angst oder Aggression) und läufige Weibchen werden aus den Gruppen ausgeschlossen.
  • Hunde, die in Gruppen gestresst sind (sie sind unkonzentriert, bellen häufig, reagieren aggressiv und neigen zu wildem – fälschlicherweise als «dominant» bezeichnetem – Spielverhalten), werden mit den Besitzern im Einzeltraining bzw. abseits der Gruppe unterrichtet.
  • Die Hunde müssen jederzeit die Möglichkeit haben, ausserhalb des Geländes ihre Geschäfte zu verrichten.
  • Spielphasen werden von den Trainern permanent beaufsichtigt und positiv angeleitet.
  • Möglichst kleine Gruppen (Richtwert: fünf Hunde = ein Trainer; maximal zehn Hunde bei zwei Trainern)
  • Es werden keine aggressionsfördernden Übungen durchgeführt.
  • Würgeketten und andere Zughalsbänder, Leinenrucke und lautstarke Kommandos oder chemische und elektronische Dressurgeräte (Stachel- und Antibell-Halsbänder) sind nicht zugelassen; Schlagen ist absolutes Tabu.
  • Hunde und Hundehalter werden mit positiver Verstärkung unterrichtet.
  • In der Hundeschule sollten Tierschutzqualifizierte Hundetrainer tätig sein.

Ausführlichere Informationen zum (Lern-) Verhalten finden Sie in der Broschüre «Hunde richtig verstehen», die Sie hier downloaden können.