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Fragen und Antworten: Hunde und Coronavirus

20.3.2020

Informationen für Hundehalter

Gibt es eine Impfung gegen das COVID-19-Coronavirus für mein Haustier?

Derzeit gibt es keine COVID-19-Impfstoffe für Menschen oder Tiere¹. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass ein Impfstoff für Menschen in 12-18 Monaten verfügbar sein könnte.

Welche Vorbereitungen muss ich für mein Haustier treffen, wenn ich mich selbst isolieren muss oder wenn mir gesagt wird, dass ich für eine begrenzte Zeit zu Hause bleiben soll?

Beziehen Sie sich immer zuerst auf Ihre nationalen Vorschriften/Empfehlungen bezüglich der COVID-19-Einschränkungen (Selbstisolierung, Sperrfrist, Hausquarantäne und Ausgangssperre).

In Fällen, in denen z.B. dazu aufgefordert wird, zu Hause zu bleiben oder sich selbst zu isolieren, ist es wichtig, sowohl in Bezug auf die Pflege Ihrer Familie als auch Ihres Haustiers vorbereitet zu sein. Für Ihr Haustier würde dies bedeuten, dass Sie alle notwendigen Dinge zur Hand haben, um sich in der häuslichen Umgebung um Ihr Tier zu kümmern:

  • Futter: Ein Vorrat des üblichen Futters für mindestens 14 Tage.
  • Arzneimittel: mindestens ein Vorrat für 14 Tage von allen verordneten Medikamenten die ihr Haustier benötigt
  • Hygiene: Katzenklo und Katzenstreu, Kotbeutel für Hunde

Was ist, wenn ich krank bin und mich nicht um mein Haustier kümmern kann?

Es wird empfohlen, dass alle Haustierhalter Vorkehrungen treffen, damit ein Freund oder ein Familienmitglied helfen kann, falls der Haustierhalter erkrankt oder ins Krankenhaus gehen muss. Dazu kann es gehören, dass diese Ihr Haustier füttern, mit ihm spazieren gehen oder es bis zu Ihrer vollständigen Genesung zu Hause pflegen. Es wird empfohlen, dass die Betreuer alle Vorsichtsmassssnahmen treffen, wenn sie das Haus einer infizierten Person betreten, da das Virus auf Oberflächen überleben kann. Wenn die Menschen niemanden haben, der sich um ihre Haustiere kümmert, wird empfohlen, dass sie sich mit der örtlichen Tierschutzorganisation oder dem Tierheim in Verbindung setzen, um deren Rat zu erfragen.

Kann ich während des Coronavirus-Ausbruchs mit meinem Hund Gassi gehen?

In der Schweiz gilt laut Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen Folgendes: Die Betreuung und Versorgung von Tieren ist tierschutzrelevant und darum auch in der gegenwärtigen Situation sicherzustellen. Das bedeutet, dass Tierhalterinnen und Tierhalter ihren gesetzlichen Pflichten bezüglich Pflege, Betreuung und Versorgung inkl. regelmässiger Bewegung und Beschäftigung der Tiere, für die sie Verantwortung haben, nachkommen müssen.

Das bedeutet, dass Sie mit Ihrem Hund spazieren gehen dürfen. Es gilt aber dabei Kontakte mit Personen ausserhalb des Wohn- und Familienverbandes und Ansammlungen von Menschen zu vermeiden. Kontakte zwischen Hunden sind nach aktuellem Wissenstand unproblematisch. 

Tierhaltende, die zu den Risikogruppen gehören (über 65 Jahre, mit Vorerkrankungen gemäss BAG-Liste) sollten die Hunde nur angeleint an die frische Luft führen, damit die Tierhaltenden Kontakte mit anderen Menschen vermeiden.

Hunde aus einem Quarantäne- oder Isolationshaushalt sollen durch gesunde Drittpersonen, die weder isoliert sind noch sich in Quarantäne befinden, nur angeleint und kurz an die frische Luft geführt werden, damit sie ihre Bedürfnisse erledigen können. Dabei sind Kontakte mit anderen Menschen und Tieren zu vermeiden. Vor der Übergabe des Hundes an eine Drittperson sollten sich (die möglicherweise) infizierten Tierhaltenden gründlich die Hände waschen und die übrigen empfohlenen Hygienemassnahmen sind einzuhalten (2 Meter Abstand usw.).

Wenn Sie nicht in der Lage sind, mit Ihrem Hund spazieren zu gehen und keine Betreuungsperson finden, sollten Sie Ihrem Hund regelmässig Zugang zum Garten oder zu einem geschlossenen Aussenbereich gewähren. Falls Sie längere Zeit im Haus bleiben müssen, sollten sie Spielzeug zu Hause haben, mit dem sich das Tier tagsüber beschäftigen kann.

Muss mein Haustier eine Schutzmaske tragen?

Für Haustiere hergestellte Masken sind unter Umständen unwirksam, gegen Krankheiten, die durch Tröpfcheninfektion² übertragen werden. Um Ihr Haustier vor Atemwegserkrankungen zu schützen, lassen Sie es gegen die bei Haustieren am häufigsten vorkommenden impfbaren Atemwegserkrankungen Bordetella, Parainfluenza und Hundegrippe impfen.

Bleiben Tierarztpraxen weiterhin offen?

Laut der Gesellschaft für Tierärztinnen und Tierärzte bleiben Tierarztpraxen und -kliniken  weiterhin offen, beschränken sich jedoch auf die Grundversorgung und zwingend notwendige Behandlungen. Der Notfalldienst wird aufrechterhalten.

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