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Hund in der Wiese

GEFAHR DURCH EICHEN-PROZESSIONSSPINNER

3.7.2019

Ratgeber für Hundehalter: So schützen Sie Ihren Hund vor der giftigen Raupe

Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners stellen für Hund und Halter eine grosse Gesundheitsgefahr dar. Denn in den Tausenden von Brennhaaren der Raupe ist Thaumetopoein enthalten - eine stark reizende Substanz. Die grösste Risikozeit ist von Mai bis Juli, wenn die Raupen von den Bäumen herabkommen, um am Boden zu Motten zu werden. In dieser Zeit werden Parks und Grünflächen bei starkem Befall oftmals gesperrt, die dann unbedingt gemieden werden müssen.

So erkennen Sie die gefährliche Raupe

Damit sie der Gefahr der reizenden Haare aus dem Weg gehen können, ist es wichtig, die Raupen und Nester erkennen zu können. Die Raupen haben schwarze Köpfe und Körper, die mit langen weissen Haaren bedeckt sind. In den Haaren befindet sich die problematische Substanz.

Die Nester sind gewöhnlich kuppel- oder tropfenförmig. Ihr Durchmesser entspricht in etwa dem eines Tennisballs. Anfänglich sind die Nester weiss, mit der Zeit verfärben sie sich und nehmen eine braune Farbe an.

So sehen die Raupen des Eichen-Prozessionsspinner aus. (c) Noah Boyer on Unsplash

Was passiert, wenn der Hund in Kontakt mit der Raupe kommt?

Kommt der Hund in Berührung mit den Haaren der Raupe, droht akute Gefahr für die Gesundheit. So erkennen Sie die Symptome:

Haare in Mund, Nase und Gesicht: Sabbern, Anschwellen der Zunge, Entzündungen der Augenbindehaut, Erbrechen, Atembeschwerden, geschwollener Mund

Haare in der Lunge: diverse Lungenbeschwerden, Erstickungsgefahr

Haare in Magen und Darm: Schäden im Verdauungstrakt

Unbedingt Tierarzt aufsuchen

Bei Anschwellen der Zunge und der Schleimhäute im Rachenraum droht Erstickungsgefahr. Auf jeden Fall muss der betroffene Hund medizinisch versorgt werden, da die Folgen schwerwiegend sein können.

Wie Sie Ihren Hund am besten schützen

Meiden Sie die Gebiete, wo die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners häufig vorkommen und informieren Sie sich vor Spaziergängen mit Ihrem Hund. Besonders wichtig, ist auf Warnhinweise der verantwortlichen Behörden zu achten, die bei einem starken Befall ausgegeben werden.

Nehmen Sie den Hund an die Leine, wenn Sie in betroffenen Gebieten unterwegs sind, um Stöbern zu vermeiden oder umgehen Sie diese ganz.

Machen Sie sich mit dem Aussehen der Raupe und Nester vertraut, damit Sie diese schnell erkennen und so Ihren Hund schützen können.

Fazit

Jede Jahreszeit birgt ihre eigenen Gefahren. Hundehalter tun gut daran, sich damit auseinanderzusetzen und entsprechend vorbereitet zu sein. Der Hund kann dadurch vor unnötigen gesundheitlichen Problemen geschützt werden.