
Eine halbe Million Schweizer Legehennen werden nach Ostern getötet
Konsumenten können dies mit einem bewussteren Konsum von Eiern ändern
Zürich, 30. März 2023 – Die vielen Aktivitäten rund um das Osterei führen dazu, dass es nach Ostern zu viele Legehennen gibt, die zuvor wochenlang für volle Verkaufsregale Ei um Ei legen mussten. Einige dieser gesunden Tiere erwartet kurz nach den Feiertagen der Tod. Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN bittet Konsumentinnen und Konsumenten mitzuhelfen, die Hochkonjunktur der Eier einzudämmen.
Während viele von uns sich bereits auf die Ostertage und die damit verbundenen Familientraditionen freuen, bedeutet Ostern für viele Hühner das Ende ihres kurzen Lebens. Denn um den höheren Eierbedarf während dieser Zeit zu decken, werden jedes Jahr zusätzliche Legehennen herangezüchtet.
Die Konsequenz: Sind die Feiertage vorbei, werden laut der Stiftung Tier im Fokus jedes Jahr rund eine halbe Million gesunde Legehennen getötet – zu einem Zeitpunkt, an dem sie erst knapp 15% ihres Lebensalters erreicht haben.
Der übermässige Verzehr von Eiern ist nicht nur schlecht für das Wohlbefinden der Tiere, sondern auch schlecht für die Umwelt. Bei gleicher Endproteinmenge verursachen Eier fünfmal mehr CO₂-Emissionen als beispielsweise Linsen. VIER PFOTEN schätzt, dass jährlich etwa 19’000 Tonnen Soja an Legehennen verfüttert werden. Laut dem Schweizer Soja-Netzwerk werden mehr als 99% der Sojabohnen, die als Futtermittel verwendet werden, importiert.
Wie bei allen Produkten tierischen Ursprungs gilt auch für Eier die Regel: Am tierfreundlichsten ist der Verzicht. Wer dennoch weiter Eier essen möchte, sollte das Konzept der 3R beherzigen – Reduce, Refine, Replace. Dieses steht dafür, Produkte aus besserer Haltung einzukaufen, tierische Erzeugnisse schrittweise zu reduzieren und öfter durch pflanzliche Alternativen zu ersetzen.
Tipp: Tierwohl auf einen Blick!
In der Schweiz gibt es drei Haltungsformen für Legehühner. Sie sind durch einen Zahlen-Code auf dem Ei erkennbar:
0 = Bio, 1 = Freilandhaltung und 2 = Bodenhaltung.
TIPPS FÜR TIERFREUNDLICHE OSTERTAGE
Weitere Tipps und Tricks, wie wir Ostern dieses Jahr zu einem Fest für alle machen können, finden Sie auf unserer Webseite: www.vier-pfoten.ch/ostern #CheckYourFood

Oliver Loga
Press ManagerVIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Altstetterstrasse 124, 8048 Zürich