Sam

Bär Sam geniesst sein erstes Bad im Arosa Bärenland

Ehemaliger Bär aus Nordmazedonien wagt sich nach draussen

30.6.2022

Arosa, 30. Juni 2022 – Der am 20. Mai 2022 im Arosa Bärenland eingezogene Bär Sam getraute sich heute zum ersten Mal, die Aussenanlage in der Aroser Bergwelt zu erkunden. Nach der gelungenen Eingewöhnungsphase in der Innenanlage war das der zweite grosse Meilenstein im neuen Leben des 18-jährigen Bärenmännchens.

 

Die Bärengeschwister Sam und Jamila wurden am Freitag, 20. Mai 2022 erfolgreich vom Zoo Skopje nach Arosa transportiert. Nachdem sich Sam gut mit der Innenanlage vertraut gemacht hatte, ermöglichte ihm das Team vom Arosa Bärenland den zweiten Lernschritt. Ende Mai wurde der Schieber zur Aussenanlage geöffnet. Er entschied sich jedoch, in der vertrauten Innenanlage zu verweilen. 

«Die Angst vor dem alpinen Gelände war bei Sam grösser als seine Neugier.»

Dr. Hans Schmid, wissenschaftlicher Leiter im Arosa Bärenland

Auch in den Folgetagen bevorzugte es das vorsichtige Bärenmännchen, sich in der Innenanlage aufzuhalten.

«Im Arosa Bärenland entscheiden die Bären selbst, wann sie für einen nächsten Lernschritte bereit sind.»

Dr. Hans Schmid, wissenschaftlicher Leiter im Arosa Bärenland

Vergangene Woche war ein zunehmendes Interesse von Sam am offenen Schieber zu beobachten und er hielt auch kurz den Kopf durch die Öffnung. In einem nächsten Schritt betrat er für wenige Sekunden die Aussenanlage mit allen vier Tatzen, um sogleich wieder eingeschüchtert in seine vertraute Innenanlage zurückzukehren. Heute Morgen jedoch setze er erstmals Tatze für Tatze in das Grün der Aroser Bergwelt. Er erkundete vorsichtig und mit voller Aufmerksamkeit das alpine Gras und die Sträucher. Anschliessend genoss er sein erstes Bad im Arosa Bärenland. Sam machte sich nach 20 Minuten wieder zügig auf den Weg zurück in die Innenanlage. All das Neue einzuschätzen und kennenzulernen ist eine belastende Herausforderung für die Bären. Kurze Zeit später nahm Sam jedoch einen nächsten Anlauf und zeigte sich erneut auf der Sommerwiese des Arosa Bärenlandes. 

Emotionales Erlebnis für alle Beteiligten
Der heutige Tag war nicht nur für Sam, sondern auch für alle Beteiligten mit viel Emotionen verbunden. 

«Diese Momente sind für uns einfach einzigartig!»

Pascal Jenny, Präsident der Stiftung Arosa Bären

Es passiere schliesslich nicht täglich, dass einem Wildtier ein neues Leben geschenkt werden kann. Auch Alexandra Mandoki, Länderchefin von VIER PFOTEN Schweiz zeigt sich zufrieden. Die Skepsis, die Sam bei den ersten Schritten in der Aussenanlage zeigte, deutet sie als gutes Zeichen. 

«Es gehört zur Überlebensstrategie von Bären, sich in einer neuen Umgebung vorsichtig zu verhalten.»

Alexandra Mandoki, Länderchefin von VIER PFOTEN Schweiz 

Sams etwas schreckhaftere Schwester Jamila hat sich zwischenzeitlich mit ihrer Innenanlage soweit vertraut gemacht, dass wir ihr in nächster Zeit ebenfalls Zugang in die Aussenanlage gewähren werden. Vorerst werden Sam und Jamila abwechslungsweise alleine die Aussenanlage kennen lernen dürfen. Diese Schritte gehören zur wichtigen Vergesellschaftungsstrategie im Arosa Bärenland. 

«Erst wenn Sam sowie Jamila das natürliche Gelände und mögliche Fluchtwege genau kennen, werden wir sie zusammenlassen. Der letzte grosse Lernschritt wird dann die Vergesellschaftung mit Amelia und Meimo werden.»

Dr. Hans Schmid, wissenschaftlicher Leiter im Arosa Bärenland

Ein Meilenstein in diesem Prozess scheint heute geglückt zu sein und die Freude auf der grossen Aussichtsplattform im Arosa Bärenland war riesig. Für die anwesenden Gäste war der erste Auftritt von Sam in der Aroser Naturlandschaft ein einmalig interessantes Erlebnis.

Chantal Häberling

Chantal Häberling

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VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. www.vier-pfoten.org

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