Hund

Wissenswertes für den Urlaub im Ausland

VIER PFOTEN gibt Tipps für den sicheren Umgang mit Streunerhunden

18.7.2022

Zürich, 18. Juli 2022 – In der Schweiz begegnen einem nur in Ausnahmefällen Hunde ohne Halter oder auf der Strasse. Doch in vielen Urlaubsregionen wie etwa Griechenland oder Italien, aber auch in Osteuropa oder Südostasien gehören Streunerhunde zum Alltagsbild. Zwar sind die meisten Streunerhunde friedlich, dennoch sollte man den Tieren vorsichtig begegnen. Zum Schutz von Hunden und Menschen gibt die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN Tipps zum richtigen Umgang mit Streunern.

«Vor allem in touristischen Gebieten sind Strassenhunde menschlichen Kontakt gewöhnt und erhalten viel Aufmerksamkeit von Touristen. Diese Hunde liegen häufig entspannt vor Geschäften oder Cafés und freuen sich über ein paar Streicheleinheiten. Aber es gibt durchaus auch misstrauische Tiere, die menschliche Nähe nur als potenzielle Futterquelle suchen. Einige Streunerhunde haben zudem schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Verängstigte Tiere könnten sich selbst, ihre Welpen, ihr Revier oder ihr Futter verteidigen.»

Janine Cirini, Heimtier-Expertin bei VIER PFOTEN

Im Zweifel: Distanz wahren
Wer unsicher oder ängstlich im Umgang mit Hunden ist, braucht sich dennoch keine Sorgen zu machen: Solange man Distanz wahrt und die Tiere nicht bedrängt, lassen sich Konfliktsituationen einfach vermeiden. Heimtier-Expertin Janine Cirini rät zu umsichtigem Verhalten: 

«Wer Angst hat oder sich unwohl fühlt, sollte niemals panisch vor einem Streuner wegrennen – das kann seinen Jagdinstinkt wecken, sodass er erst recht hinterhergelaufen kommt. Man sollte einem Hund ausserdem nicht drohen. Schreien oder das Herumfuchteln mit den Armen kann von Hunden als Bedrohung empfunden werden. Verhalten Sie sich ruhig, starren Sie den Hund nicht an und ziehen Sie sich langsam aus der der Situation zurück.
Auch Hundefreundinnen und Hundefreunde sollten autarken Rudeln, insbesondere in abgelegenen Gegenden, besser aus dem Weg gehen. Hunde schützen sich gegenseitig in ihrer Gruppe. In Gebieten, wo die Tiere nicht permanent Menschen sehen, können sich diese Gruppen durchaus territorial verhalten.»

Janine Cirini, Heimtier-Expertin bei VIER PFOTEN

Bitte nicht füttern!
Auch wenn es schwerfällt: Streunerhunde bitte nicht regelmässig füttern. 

«Besonders in Hotels ist es verlockend, etwas vom Frühstücksbuffet an die Tiere zu geben. Dies hilft den Tieren jedoch langfristig nicht. Denn wenn die Saison zu Ende ist und die Touristen weg sind, versiegt diese Futterquelle und die Tiere haben sich in der Zeit keine andere aufgebaut. Ausserhalb der Saison bleiben die Tiere dann letztlich unterversorgt. Wer den Tieren wirklich helfen will, sollte, statt sie zu füttern, lokale Tierrettungsorganisationen mit Spenden unterstützen.» 

Janine Cirini, Heimtier-Expertin bei VIER PFOTEN

Am besten, man informiert sich bei den Einheimischen, welche Organisation in der Gegend aktiv ist.

Mangel an tiermedizinischer Versorgung
Selbst bei sehr zutraulichen Hunden sollte man bedenken, dass Streunerhunde anfällig für gesundheitliche Probleme sind. In vielen Urlaubsregionen mangelt es an tiermedizinischer Vorsorge und Versorgung. Viele Streuner leiden unter Flöhen, Zecken und anderen Parasiten oder sind Träger von Krankheiten. Leider gibt es auch in vielen Regionen noch die Gefahr von Tollwut, die von Hunden durch Bisse auf Menschen übertragen werden kann. 

VIER PFOTEN setzt sich seit vielen Jahren weltweit für Streunerhunde und -katzen ein. Die Tiere werden im Rahmen der Streunerhilfe beispielsweise durch Tierärzteteams der Tierschutzorganisation kastriert, geimpft, markiert und natürlich auch weiter behandelt, sofern sie Verletzungen haben.

Oliver Loga

Oliver Loga

Press Manager

oliver.loga@vier-pfoten.org

+41 43 883 72 51

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Altstetterstrasse 124, 8048 Zürich

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VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, im Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.

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