Pelzaktion

Gemeinsame Aktion von VIER PFOTEN und Zürcher Tierschutz gegen Echtpelz 

Eine visuelle Installation von 1’000 wehenden Flaggen repräsentiert die weltweit 100 Millionen getöteten Pelztiere

26.3.2021

Zürich, 26. März 2021 – Tausende Unterstützerinnen und Unterstützer fordern online zusammen mit der globalen Tierschutzorganisation VIER PFOTEN im Rahmen der Kampagne «Echtpelz - echt mies fürs Image», dass Bekleidungsunternehmen aus dem Pelzgeschäft aussteigen und dass das Schweizer Parlament ein Pelzimportverbot einführt. Aus diesem Grund organisierte VIER PFOTEN mit Unterstützung durch den Zürcher Tierschutz eine Aktion, um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Jährlich sterben 100 Millionen Pelztiere qualvoll für die Pelzmode. Sinnbildlich wehten gestern 1’000 Flaggen auf dem Areal des Tierheims des Zürcher Tierschutz - jede einzelne Flagge stand dabei symbolisch für 100’000 dieser Pelztiere. Circa 95 Millionen Nerze, Füchse, Marderhunde, Kaninchen und andere Tierarten werden gezüchtet und getötet, um als Jacke, Kragen, Kapuze oder sonstiges Accessoire zu enden. Zu den auf Farmen gezüchteten Tieren kommen jährlich ca. 5 Millionen wildlebende Füchse, Luchse und Kojoten hinzu, die mit Fallen gefangen werden.

Mit dieser gemeinsamen Aktion soll der Forderung nach einem Ende des Pelzverkaufs mehr Nachdruck verliehen werden.

«Die Aktion ist ein Weckruf an alle, die noch im Pelzgeschäft feststecken, denn Echtpelz ist weder zeitgemäss noch ethisch vertretbar.»

Nadja Brodmann, Mitglied der Geschäftsleitung des Zürcher Tierschutz.

Echtpelz – echt mies fürs Image
Dieser Slogan richtet sich nicht nur an Modeunternehmen, denn diese sind nur ein Teil der ganzen Pelzindustrie. Der Slogan richtet sich auch an Konsumentinnen und Konsumenten, die mit ihrem Einkauf das Leid der Pelztiere unterstützen sowie an die ausländischen Pelzfarmen, welche die Tiere in engen Gitterkäfigen halten und nur der Felle wegen töten.

Die VIER PFOTEN-Länder Deutschland, Österreich und Schweiz haben in einer gemeinsamen Kampagne gleich mehrere Modeunternehmen ins Visier genommen. Das international tätige Modeunternehmen Madeleine war das primäre Ziel. Nach nur vier Monaten Kampagnenarbeit gab Madeleine bekannt, dass sie künftig auf Echtpelz verzichten werden. Ein nachhaltiger Entscheid, an dem sich andere pelzverkaufende Unternehmen ein Beispiel nehmen können. VIER PFOTEN widmet sich seit seiner Gründung dem Thema Echtpelz und hat mit seinen Kampagnen bereits bei vielen nationalen und internationalen Modeunternehmen zu einem Pelzausstieg beigetragen (u.a. Burberry und Charles Vögele) und diese beratend begleitet. Fashion Stylers, das nationale Ziel der laufenden Kampagne von VIER PFOTEN Schweiz, zeigte sich diese Woche erfreulicherweise offen für ein Gespräch über einen möglichen Pelzausstieg.

Motion für ein Pelzimportverbot
In der Schweiz gibt es keine Pelzfarmen mehr, allerdings werden immer noch tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte in grosser Zahl importiert. Nationalrat Matthias Aebischer hat im Parlament eine Motion für ein Verbot von tierquälerisch erzeugten Pelzprodukten eingereicht. Mit ihrer Aktion möchten VIER PFOTEN und der Zürcher Tierschutz auch die Politikerinnen und Politiker dazu auffordern, sich bei dieser Abstimmung für ein Pelzimportverbot auszusprechen, denn Echtpelz ist auch mies für das Image der Schweiz. 

«Eine aktuelle Meinungsumfrage zeigt ein eindeutiges Bild: 83 Prozent aller Befragten in der Schweiz lehnen das Halten und Töten von Tieren zur Gewinnung von Pelz für die Modeindustrie ab. Wir hoffen, dass bei der Parlamentsabstimmung über diese Motion der Wunsch der Bevölkerung von den Politikerinnen und Politikern ernst genommen und sich im Abstimmungsergebnis spiegeln wird.»

Dominik del Castillo, Campaigner von VIER PFOTEN Schweiz.

COVID-19-Übertragungen / Verbot von Pelzfarmen
Das Risiko von COVID-19-Übertragungen konnte man seit letztem Herbst in allen Medien verfolgen. Millionen von Nerzen auf über 400 Pelzfarmen haben sich in der EU mit dem Virus infiziert. Zum Schutz der Gesundheit des Menschen wurden sämtliche 20 Millionen Nerze gekeult. Die Niederlande reagierten auf diese neue Bedrohung von möglichen COVID-19-Übertragungen, indem sie die Schliessung der Nerzfarmen von 2024 auf den 1. März 2021 vorverlegten. Andere Länder setzen die Nerzproduktion bis mindestens Ende 2021 aus. Dies ist allerdings nicht genug, um COVID-19 zu bekämpfen und Pandemien in Zukunft zu verhindern. Dafür braucht es weitere nachhaltige Lösungen, wie z.B. ein Verbot aller Pelzfarmen.

Eine Kooperation mit einem ebenfalls sehr erfahrenen Partner
Der Zürcher Tierschutz setzt sich ebenfalls erfolgreich gegen Echtpelz ein und hat in der Vergangenheit schon mehrere Unternehmen beim Ausstieg aus dem Pelzgeschäft begleitet. Die Organisation verbuchte Erfolge mit Globus, Jelmoli, PKZ und nun jüngst mit dem Modehaus Kofler. 

Weitere Informationen zur Pelzindustrie finden Sie hier.

Die Pressemitteilung des Zürcher Tierschutz können Sie hier nachlesen.

Chantal Häberling

Chantal Häberling

Press Officer

chantal.haeberling@vier-pfoten.org

+41 43 501 57 45

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Altstetterstrasse 124, 8048 Zürich

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VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, im Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA, Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.

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