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VIER PFOTEN rettet drei vietnamesische Gallebären

Der deutsche Bärenexperte Carsten Hertwig hat den Käfig der ehemaligen Gallebärin mit einem Bolzenschneider geöffnet.

«Hai Chan hat den Grossteil ihres Lebens auf einer Farm in einem winzigen Metallkäfig in einem dreckigen und schlecht belüfteten Raum verbracht. Nicht nur die miserablen Haltungsbedingungen, sondern auch die mangelhafte Ernährung und die schmerzhafte Prozedur des Gallesaft-Abzapfens haben der Bärin stark zugesetzt. Wir gehen auch davon aus, dass ihre Pfoten amputiert und zur Produktion von Bärentatzenwein verwendet wurden. Dass Hai Chan ein besseres Leben verdient, hatte schlussendlich auch ihr Besitzer eingesehen."

Carsten Hertwig

Das Team von VIER PFOTEN brachte die Bärin mit zwei weiteren Bären namens Thai Van und Thai Giang – gerettet von einer anderen Farm – in den neu errichteten BÄRENWALD Ninh Binh. Dort erwartet die ersten drei Bewohner des artgemässen Bärenschutzzentrums umfassende medizinische Betreuung und ein Leben ohne Qual.

 

Neustart im BÄRENWALD Ninh Binh
Nach knapp einem Jahr harter Arbeit wurde vor kurzem der erste Bauabschnitt des VIER PFOTEN Bärenschutzzentrums im Nordosten von Vietnam abgeschlossen. Das Areal mit vier grossen Freigehegen für über 40 Bären umfasst derzeit knapp vier Hektare. Auf dem Grundstück befinden sich zudem zwei Bärenhäuser mit Innenboxen, eine Quarantäne- und eine veterinärmedizinische Station, eine Futterküche sowie ein Verwaltungsgebäude. Nach seiner Fertigstellung wird der BÄRENWALD Ninh Binh ein artgemässes Zuhause für bis zu 100 gerettete Bären sein.

 

Das Geschäft mit dem Gallensaft
Bärengalle gilt seit mehreren tausend Jahren als Heilmittel in der traditionellen chinesischen Medizin und ist bis heute ein begehrtes Produkt in vielen asiatischen Ländern. Obwohl in Vietnam der Verkauf und Konsum von Bärengalle verboten ist, leiden dort noch immer geschätzt 1300 Tiere auf rund 400 Bärenfarmen.