Suche

Spenden Patenschaft

In Memoriam Heli Dungler

Der «schlimmste Zoo der Welt» ist geschlossen:

24.8.2016

VIER PFOTEN bringt Tiere sicher über die Grenze.

Zürich/Gaza, 24. August 2016 – Dem VIER PFOTEN Rettungsteam ist es gestern gelungen, alle 15 verbliebenen Tiere im Khan Younis Zoo zu verladen und heute früh sicher über die Grenze nach Israel zu transportieren. Sogar die zwischenzeitlich verschwundenen Stachelschweine konnten wieder eingefangen und verladen werden. Stachelschweine, Emu, Pelikan und Co. sind nun auf dem Weg ins  New Hope Centre in Jordanien, wo sie demnächst ihre neuen Gehege beziehen dürfen. Die Station ist Teil der Organisation «Al Ma’wa for Nature and Wildlife», die von VIER PFOTEN und der Princess Alia Foundation ins Leben gerufen wurde. Die fünf Affen, von denen einer trächtig ist, werden in die Primate Sanctuary Foundation in Israel gebracht. Tiger Laziz muss sich noch etwas gedulden, er befindet sich auf dem Weg in das VIER PFOTEN Grosskatzenrefugium LIONSROCK in Südafrika. Er wird mit dem Flugzeug nach Johannesburg und von dort per Auto in das Schutzzentrum gebracht.

 

Herausfordernde Bedingungen vor Ort

Die Teammitglieder der internationalen Tierschutzorganisation arbeiteten unter Hochdruck, um alle Tiere medizinisch durchzuchecken und in Transportboxen zu verladen.

«Besonders herausfordernd war der enge Zeitrahmen, den wir zur Verfügung hatten. Wir haben uns grosse Sorgen gemacht, ob Laziz ohne Probleme in die Transportbox hineingehen wird; wir wollten in jedem Fall vermeiden, ihn unnötig zu betäuben. Doch der Tiger ist sofort hineinmarschiert, als ob er genau wüsste, dass wir ihn damit in ein schönes Zuhause bringen wollen. Wir waren alle so erleichtert»

VIER PFOTEN Tierarzt und Missionsleiter Dr. Amir Khalil

Die Verladung des Emus hingegen stellte eine der grössten Herausforderungen dar: Gleich drei Teammitglieder mussten das schnelle und wendige Tier gemeinsam einfangen, um ihn in seine Transportbox zu bekommen. Die Affen, die unter den ersten verladenen Tieren waren, beobachteten das ganze Geschehen neugierig.

«Die Käfige waren mit Tüchern abgedeckt, aber sie griffen durch die Stäbe, schoben die Tücher beiseite und schauten uns die ganze Zeit zu, wie wir uns bei extremer Hitze abmühten. Währenddessen waren im Hintergrund immer wieder Detonationen zu hören, die uns daran erinnerten, an was für einem speziellen Ort diese Mission stattfand.»

Indra Kley, Mitglied des VIER PFOTEN Rettungsteams

«Es war wichtig, dass wir diesmal auch die Chance bekommen haben, lokale Tierärzte in unsere Arbeit einzubeziehen. Wir hoffen, dass sie das gewonnene Know-How künftig einsetzen werden, um Tieren in Not in Gaza besser helfen zu können.»

Dr. Khalil

Nun lässt das Happy End für Laziz und die anderen Tiere hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten.