Füchse auf Pelzfarm

Pelztiere: Leiden für die Mode

Millionen Wildtiere leben und sterben auf Pelzfarmen unter grausamen Bedingungen

95 Prozent der weltweit gehandelten Felle stammen aus der Pelztierzucht, der restliche Teil wird durch Jagd und Fallenfang abgedeckt. Jedes Jahr werden weltweit etwa 60 Millionen Tiere unter grausamen Bedingungen gezüchtet und getötet.

Aufgrund des Rückgangs der Nachfrage und der verheerenden COVID-19-Ausbrüche  ist die Zahl der Nerzfarmen in der EU von 4'350 in 2018 auf 759 in 2020 zurückgegangen. 
Vor der Coronapandemie war Dänemark der grösste Nerzfellproduzent in Europa, andere bedeutende Produzenten sind Polen und Finnland. Finnland ist zudem der grösste Produzent von Fuchsfellen in Europa, auch Marderhunde werden dort in Pelzfarmen noch gezüchtet. 
Während 2018 etwa 34 Millionen Nerze und 2.5 Millionen Füchse in der EU für ihren Pelz getötet wurden, wurden 2020 ca. 16 Millionen Nerz- und 1.2 Millionen Fuchsfelle produziert. 

Pelzfarmen: Leben hinter Gittern

Millionen Wildtiere wie Nerze, Füchse und Marderhunde werden unter grausamen Bedingungen gezüchtet. In winzige Drahtkäfige gepfercht, leben die Tiere unter Dauerstress, Gitter an Gitter mit ihren Artgenossen.
 
In langen Reihen sind die Käfige etwa einen halben Meter über dem Boden aufgehängt. Kot und Urin fallen durch das Bodengitter, damit der Pelz nicht verschmutzt. Die mit einem sehr guten Geruchssinn ausgestatteten Raubtiere sind ein Leben lang einem unerträglichen Gestank ausgesetzt. Ihre empfindlichen Pfoten sind durch das Leben auf dem Käfigboden sehr häufig verletzt. Lediglich Nerzen steht eine Schuhkarton-grosse Wohnbox zur Verfügung, ansonsten fehlen jegliche Strukturen.
 
Die meisten Pelztiere sind von Natur aus Einzelgänger und bewegen sich in freier Wildbahn in riesigen Revieren. Die Gefangenschaft auf engstem Raum ist für sie enorm belastend. In Pelzfarmen können die Tiere, die noch die gleichen Bedürfnisse wie ihre wildlebenden Artgenossen haben, ihr natürliches Verhalten nicht im Ansatz ausleben. Klettern, jagen oder baden ist nicht möglich.

Viele Pelztiere zeigen unter diesen Bedingungen starke Verhaltensstörungen, oft kommt es sogar zu Kannibalismus und Selbstverletzungen. Nach einigen Monaten des Dahinvegetierens werden die Tiere bei der sogenannten «Pelzernte» vergast, vergiftet oder durch Stromschläge getötet.

Grausamer Fallenfang

Millionen Rotfüchse, Waschbären und Biber werden jährlich mit Fallen gefangen. In den USA, Kanada und Russland werden dazu heute noch Tellereisen eingesetzt. Diese Fallen sind zwar schonend für den Pelz aber extrem grausam für das Tier. Tellereisen bestehen aus zwei Metallbügeln, die nach dem Auslösen zusammenschlagen und das Tier festhalten. Gefangene Tiere sterben an Erschöpfung oder Unterkühlung. Sie beissen oder drehen sich das eingeklemmte Bein ab und erliegen dann dem Blutverlust. Überlebende Tiere werden schliesslich von den Fallenstellern getötet.
 
Auch bei Totschlag- und Schlingenfallen werden die Pelztiere keineswegs immer sofort getötet. Einmal gefangen, kämpfen die Tiere oft stunden- oder tagelang um ihr Leben, bevor sie an Erschöpfung, Hunger, Durst oder an ihren Verletzungen sterben. Aus Lebendfallen versuchen verängstigte Tiere ebenfalls zu fliehen und verletzen sich dabei.

VIER PFOTEN lehnt die Tötung von Pelztieren für die Pelzgewinnung grundsätzlich ab. Sowohl die Pelztierzucht als auch der Fallenfang zur Herstellung von Mode- und Luxusartikeln widersprechen dem ethischen Tierschutz. Deshalb setzen wir uns für ein gesetzliches Verbot der Pelztierhaltung und ein europaweites Handels- und Importverbot für Felle und Pelzprodukte ein. Unser Ziel ist ein Europa ohne Pelzfarmen und ohne Pelzmode. Dieses möchten wir mit folgenden Zwischenschritten erreichen.

Vier Pfoten fordert

  • Den Ausstieg grosser Modeketten aus dem Echtpelzverkauf
  • Gesetzliche Verbote oder mindestens strenge Vorgaben bei der Pelztierhaltung

Was Sie tun können

  • Verzichten Sie auf den Kauf von Pelzen und Kleidungsstücken mit Pelzbesätzen!
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Lieblingsgeschäft pelzfrei ist. VIER PFOTEN unterstützt das internationale Fur-Free-Retailer-Programm, das eine Liste von internationalen pelzfreien Unternehmen erstellt hat.
  • Achten Sie auch beim Kauf von Kinderspielzeug und Heimtierartikeln auf Produkte ohne Echtpelz.
  • Unterstützen Sie die Aktivitäten von VIER PFOTEN gegen die tierquälerische Pelztierhaltung.

Für mode ohne pelz

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