Marderhund

Die Highlights und Lowlights zum Thema Pelz

Schon wieder ist ein Jahr vorüber und auch im 2023 haben wir uns aktiv gegen Echtpelz eingesetzt

5.1.2023
2023
Dezember

Eidgenössische Pelz-Initiative

Am 28. Dezember wurden 116‘140 Unterschriften der Initiative gegen tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte bei der Bundeskanzlei in Bern eingereicht. In der Schweiz werden jährlich immer noch etwa 350 Tonnen an Pelzprodukten importiert und die Initiative fordert ein generelles Einfuhrverbot von Pelzen und Pelzprodukten. VIER PFOTEN unterstützte die Pelz-Initiative, dies zum Beispiel mit der Wanderstein Aktion in 2022, wobei 300 Wandersteine mit Pelzmotiv und einem QR Code in der ganzen Schweiz verteilt wurden. Beim Scannen der QR Codes erhält man Informationen über die Pelzinitiative sowie über die Echtpelzproblematik.

September

Kanton Zürich gegen tierquälerische Pelzprodukte 

Am 25. September hat der Zürcher Kantonsrat sich mit 134 zu 30 Stimmen entschieden, eine Standesinitiative einzureichen. Diese Standesinitiative fordert ein Verbot des Imports von tierquälerisch erzeugten Echtpelzprodukten aus Zuchten und Wildfang auf Bundesebene.

Litauen verbietet Pelztierzucht 

Das litauische Parlament stimmtmit einer grossen Mehrheit für ein nationales Pelztierzuchtverbot bis 2027. Kurz danach unterzeichnet der Präsident das neue GesetzDamit ist Litauen das 16. EU-Land, dass die Pelztierzucht beendet. Rund 40 Nerzfarmen und 30 Chinchillafarmen müssen bis 2027 schliessen, wobei eine frühere Schliessung finanziell begünstigt wird.

August
Marderhund

Finnland keult 120'000 Pelzfarmtiere

Aufgrund eines Ausbruchs der Vogelgrippe haben die finnischen Behörden bekanntgegeben, dass 120000 Tiere in 25 Pelzfarmen gekeult werden. Die wiederholten Ausbrüche sind oft auf die brutalen, unnatürlichen und unhygienischen Bedingungen in Pelzfarmen zurückzuführen. Diese stellen nicht nur eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Gesundheit dar, sondern führen auch zu einem sinnlosen Verlust von Tausenden von Tieren.

Juni

EBI Meilenstein

Über 1.5 Millionen Unterschriften für ein pelzfreies Europa wurden beglaubigt, was deutlich mehr ist als die erforderliche 1 Million für eine mögliche Gesetzesänderung. Damit ist diese Europäische Bürgerinitiative (EBI) die «Fur Free Europe» die erfolgreichste EBI für den Tierschutz und die dritterfolgreichste insgesamt.

Mai
Fuchs

Puma tritt dem «Fur Free Retailer» Programm bei

Das Fur Free Retailer Program ist die weltweit führende Initiative, die pelzfreie Unternehmen mit Verbrauchern zusammenbringt, die nach ethisch produzierten Produkten suchen. VIER PFOTEN ist der offizielle Vertreter des Fur Free Retailer Programms in Österreich, Australien, Bulgarien, Deutschland, den Vereinigten Staaten und Südafrika. Als weltweite Marke ist die Entscheidung von Puma, keine Pelzprodukte mehr in ihren Produkten zu verwenden, ein grosser Erfolg für den Tierschutz. Hier finden Sie eine Liste aller pelzfreien Unternehmen.

April

Wissenschaftler fordern pelzfreies Europa 

IApril haben 24 Wissenschaftler eine Stellungnahme an die Europäische Kommission geschickt, in der sie sich gegen Pelzfarmen in Europa positionieren. Die Wissenschaftler machen deutlich, dass es keine weitere Forschung braucht, um zu bestätigen, dass Pelztierzucht und Tierschutz sich grundlegend widersprechen. Zusätzlich sind die Beweise dafür, dass Pelzfarmen als Reservoirs für Krankheitserreger und Zoonosen dienen eindeutig. Hier geht es zuStellungnahme. 

Bundesrat beauftragt EDI eine Vernehmlassungsvorlage zu Pelz zu erarbeiten

Seit der Einführung der Deklarationspflicht für Echtpelzprodukte im Jahr 2014 hat sich die mangelhafte Umsetzung nicht verbessert. Daher will der Bundesrat ein Importverbot für tierquälerisch produzierte Pelze und Pelzprodukte prüfen. Das Eidgenössische Department des Inneren (EDI) muss bis Ende März 2024 eine entsprechende Vernehmlassungsvorlage erarbeiten.

März

Neuer wissenschaftlicher Bericht zur Pelzzucht

Am 28. März wurde ein neuer Bericht veröffentlicht, der bestätigt, dass die Zucht von Nerzen, Füchsen und Marderhunden zur Gewinnung von Pelzen in der EU verboten werden sollte, da es unmöglich ist, die biologischen Bedürfnisse dieser Tiere zu erfüllen. Hier geht es zum Report. 

Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit VIER PFOTEN. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.

Sammelprozess für die Europäische Bürgerinitiative (EBI) für ein pelzfreies Europa schliesst vorzeitig 

Am 1. März wurde die EBI vor dem offiziellen Ablaufdatum mit 1'701892 Unterschriften geschlossen. Die EBI fordert, dass alle Pelzfarmen in der EU geschlossen werden und das die Einfuhr von Pelz in den EU-Raum verboten wird. Damit ist die EBI eine deutliche Botschaft an die Europäische Kommission.

2022
Dezember

Europäische Bürgerinitiative sammelt 1 Million Unterschriften

Bereits im Dezember 2022 haben 1 Million Menschen die Bürgerinitiative #FurFreeEurope unterschrieben. Somit wäre das Ziel der Unterschriftensammlung eigentlich erreicht. Es müssen jedoch noch weitere Unterschriften gesammelt werden, denn die EBI unterläuft ein strenges Prüfverfahren, bei welchem jede Regierung prüft, ob die Unterschriften gültig sind. Um absolut sicher zu sein, dass die EBI angenommen wird, werden daher 1,4 Millionen Unterschriften benötigt.

November

Rettungsaktion für Füchse und Marderhunde 

Im November nimmt VIER PFOTEN die zwei Marderhunde, Asami und Emi sowie die drei Füchse Skadi, Mala und Samara, die aus einer polnischen Pelzfarm gerettet wurden, wo sie in der nächsten Erntesaison getötet werden sollten, aufDiese fünf Tiere können nun den Rest ihres Lebens in einem artgemässen Zuhause in der VIER PFOTEN Wildtierauffangstation TIERART in Deutschland verbringenGleichzeitig sind sie Botschafter für unsere Mission, die Pelztierhaltung zu beenden.

Wandersteine

Wanderstein Aktion startet in der Schweiz

Im November wird im VIER PFOTEN Büro ein Workshop mit Freiwilligen organisiert, um Wandersteine herzustellen. Die 300 Wandersteine werden mit einem Pelzmotiv sowie auch mit einem QR Code versehen und anschliessend in der ganzen Schweiz verteilt. Wird ein Stein gefunden und der QR Code gescannt, erhält man Informationen über die Echtpelzproblematik sowie über die Pelzinitiative in der Schweiz.

September

Auch Lettland verbietet Pelztierfarmen

Als bereits viertes Land im 2022 kündigt Lettland ein vollständiges Verbot der Pelztierzucht an. Dieses bedeutsame Verbot soll 2028 in Kraft treten und den Züchtenden der 274'000 Tiere, die in Lettland Stand 2022 noch zur Pelzgewinnung gezüchtet werden, eine fünfjährige Übergangsfrist einräumen.

Dokumentarfilm SLAY wird veröffentlicht

Im September wird der Dokumentarfilm SLAY veröffentlicht, welcher sich mit der Verwendung von Pelz, Leder und Wolle in der Modebranche auseinandersetzt und das damit verbundene Tierleid aufzeigt.
Den Film können Sie hier sehen.
 

August

Malta kündigt ein Verbot der Produktion von Pelzen und Stopfleber an

In einem Doppelschlag hat Malta ein Verbot der Produktion von Pelzen und Stopfleber mit sofortiger Wirkung angekündigt. Da Malta derzeit keine Pelzfarmen betreibt, dient das Verbot als Vorsichtsmassnahme, um zu verhindern, dass Pelztierzüchtende aus anderen Ländern nach Malta umsiedeln.

Fashion Week Kopenhagen wird pelzfrei

Zum ersten Mal in der Geschichte der Fashion Week Kopenhagewird 2022 angekündigt, dass die Modewoche pelzfrei stattfinden wird. Damit schliesst sich Kopenhagen den Fashion Weeks in Oslo, Amsterdam und Helsinki an.

Juni

Bulgarien schliesst die letzte Pelzfarm

Auch Bulgarien geht gegen Echtpelz vorindem es ein Verbot der Zucht und der Einfuhr amerikanischer Nerze verkündet, was zur Schliessung der letzten bulgarischen Pelzfarm führt. Enttäuschend ist jedoch, dass dieses Verbot aufgrund einer im August vom bulgarischen Obersten Verwaltungsgerichtshof eingelegten Berufung derzeit vorübergehend aufgeschoben wird. 

Pelz-Initiative

Eine Volksinitiative für ein Pelzimportverbot wird lanciert 

Kurz nach der Ablehnung der Motion für ein Pelzimportverbot durch den Ständerat entscheidet ein Komitee aus verschiedenen Tierschutzorganisationen, dass das Volk nun entscheiden soll:
Eine Volks
initiative für ein Importverbot von tierquälerisch erzeugtem Echtpelz wird in Bern lanciert,  zusammen mit einer Volksinitiative für ein Importverbot von tierquälerisch erzeugter Stopfleber. Die sogenannte Doppelinitiative startet in die Unterschriftensammlung. Um zur Abstimmung zu gelangen, benötigt die Volksinitiative mindestens 100’000 gültige Unterschriften, die innerhalb von 18 Monaten gesammelt werden müssen.

Mai

Europäische Bürgerinitiative für ein #FurFreeEurope wird lanciert

Als Mitglied der Fur Free Alliance unterstützt VIER PFOTEN den Start der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) für ein #FurFreeEurope. Die Initiative muss bis Mai 2023 eine Million Unterschriften sammeln. Somit kommt Europa dem Verbot der Pelztierzucht und dem Import von Zuchtpelzprodukten einen Schritt näher.
Wenn Sie 
Bekannte oder Familienangehörige in der EU haben, bitten Sie sie, die Initiative zu unterzeichnen und #MakeFurHistory zu unterstützen.

About You tritt Fur Free Retailer Program (FFR) bei 

Mit About You verpflichtet sich einer der grössten Fashion-Online-Shops Europas, keine Echtpelzprodukte anzubieten und schliesst sich somit zahlreichen anderen Marken und Geschäften an.
Hier finden Sie Informationen zum FFR Program
m.

Ständerat spricht sich gegen Pelzimportverbot für die Schweiz aus 

Ende Mai ist die Motion für ein Importverbot für tierquälerisch erzeugten Pelz im Ständerat traktandiert. Dieser folgt leider der vorberatenden Kommission. Die Motion wird mit 25:19 Stimmen jedoch deutlich knapper abgelehnt, als aufgrund des Kommissionsresultats zu erwarten war.
Die Debatte ist geprägt von 
Scheinargumenten gegen das Importverbot, von welchen keines wirklich zu überzeugen vermag:
Einerseits wird betont, dass man auf 
die Wirkung der Deklaration für Echtpelz vertraue (die erwiesenermassen seit Jahren von der Branche nicht oder nur mangelhaft umgesetzt wird) andererseits fehle eine genaue Definition von «tierquälerisch erzeugt» (dass dazu alle Haltungs- und Tötungsmethoden gehören, die nach Schweizer Gesetzgebung verboten sind, steht im Motionstext).
 
Einen Silberstreif am Horizont gibt es dennoch: Der zuständige Bundesrat Alain Berset (SP) betont, dass er ein Importsverbot in Betracht ziehen würde, wenn sich in den kommenden zwei Jahren keine substanziellen Verbesserungen der Pelzdeklaration ergäben.

April

Vorberatende Kommission lehnt Motion für Pelzimportverbot ab 

Im Parlament ist die von SP-Nationalrat Matthias Aebischer eingereichte Motion für ein Importverbot von tierquälerisch erzeugtem Pelz hängig. Durch die Motion soll in Zukunft nur noch Pelz in die Schweiz eingeführt werden, welcher mindestens den gesetzlichen Standards der Schweiz entspricht (also z.B. Pelz aus der Jagd, der mindestens den Standards der Schweizer Jagd entspricht). Im Nationalrat wurde die Motion 2021 bereits mit einer überwältigenden Mehrheit angenommen, nun steht als Zweitrat die Abstimmung im Ständerat an. VIER PFOTEN unterstützt die Motion und erarbeitet ein Positionspapier zur Motion. Leider wird diese von der vorberatenden Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur mit 8:4 Stimmen zur Ablehnung empfohlen.

März

Irland verbietet die Pelztierzucht

Irland kündigte die Schliessung der letzten drei Pelzfarmen im Jahr 2022 an. Somit wird das erste von mehreren Pelztierzuchtverboten in Europa im Jahr 2022 eingeführt.

Januar

Moncler und Dolce & Gabbana verpflichten sich, pelzfrei zu werden 

Anfang des Jahres verplichten sich gleich zwei Luxusmarken dazupelzfrei zu werden. Moncler wird ab Herbst/Winter 2023 alle Echtpelzprodukte aus ihren Kollektionen entfernen. Auch Dolce & Gabbana will in allen künftigen Kollektionen keinen Pelz mehr verwenden. Als Grund dafür gibt die Modemarke an, dass sie an einer nachhaltigeren Zukunft arbeiten und ihrer sozialen Verantwortung als Teil des Modesystems nachkommen möchten.

Wie Sie sehen können, haben sich verschiedene Länder und Modemarken gegen die Pelzindustrie gestellt. Viele politische Vorstösse in der Schweiz und in Europa fordern ein Ende der Pelztierzucht. 

Wir werden uns weiterhin aktiv für eine Beendigung der Pelztierfarmen engagieren und hoffen, dass wir auch in Zukunft auf Ihre Unterstützung zählen können.

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