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Puma im Gehege

Rettung Tikam

11.12.2019

Der Puma Tikam war ein Opfer des Handels mit Wildkatzen in Europa 

Nach dem der Pumawelpe mit 8 Wochen von Tschechien nach Deutschland geschmuggelt wurde, lebte er mit seinem Besitzer in einer kleinen Wohnung in Baden-Württemberg. Nachdem mehrere Anwohner und auch die Vermieterin Beschwerde beim Veterinäramt eingereicht hatten, als sie den Mann mit dem Puma an der Leine im Stadtpark gesehen hatten, kontrollierte die zuständige Behörde die Haltung. Dem Besitzer wurde die umgehende Abgabe des Pumababys in eine artgerechte Haltung auferlegt. Aufgrund des fehlenden Impfschutzes musste er jedoch zunächst für einige Wochen in der Quarantänestation des Tierheims Rüsselsheim untergebracht werden.

Eine Auswilderung ist leider nicht mehr möglich, da Tikam ausschliesslich menschlichem Kontakt ausgesetzt war und in freier Natur nicht überlebensfähig wäre.

Seit dem 02. Februar 2019 lebt der kleine Puma nun bei TIERART und bewohnt aktuell einen Teil der Tigeranlage. Ein spezielles Pumagehege soll schnellstmöglich gebaut werden.

Im September feierte Tikam seinen ersten Geburtstag und natürlich gab es auch eine pumagerechte Torte und Geschenke.

Seine Geschichte

Die zuständige Behörde wurde kurz vor Weihnachten 2018 über einen männlichen Pumawelpen in einer Privatwohnung in der deutschen Stadt Lahr benachrichtigt. Dem Besitzer wurde die umgehende Abgabe des Pumababys in eine artgerechte Haltung auferlegt. Das zu dem Zeitpunkt zwei Monate alte exotische Haustier wurde legal in Tschechien erworben, aber illegal nach Deutschland geschmuggelt. Ohne Haltungsgenehmigung, Einfuhr- und Ausfuhrpapiere zwischen Tschechien und Deutschland, und mit vertauschten Impf- und Herkunftsnachweisen wurde der nur wenige Wochen alte Puma bei einem tschechischen Züchter für 2'300 Euro erworben und im Auto nach Deutschland gebracht. Die Einfuhr nach Deutschland war neben den genannten Gründen insbesondere auch deshalb illegal, weil das Tier keinerlei Impfungen hatte.

«Die Haltung eines Pumas in einer kleinen Wohnung ist nicht nur Tierquälerei, sondern auch gefährlich für Besitzer und Nachbarn. Was jetzt noch klein und niedlich aussieht, entwickelt sich später mal zu einem bis zu 100 Kilo schweren Raubtier.»

Florian Eiserlo, Betriebsleiter der VIER PFOTEN Grosskatzenstation TIERART

EU als Paradies für illegalen Wildtierschmuggel

Tikams Geschichte ist ein weiteres bizarres Beispiel dafür, wie mühelos exotische Wildtiere in EU-Ländern gekauft und in andere EU-Länder geschmuggelt werden können. Grund dafür sind unzureichende Kontrollen und mangelhaften Gesetze in der EU.

Besonders bedenklich ist der florierende Tigerhandel in der EU

Unsere Ermittler haben herausgefunden, dass in Europa operierende Tigerhändler bereit und in der Lage sind, Tiger nach Asien zu verkaufen und zu transportieren. In Länder, in denen die Nachfrage nach Körperteilen von Tigern für Medizin noch immer mit massivem Leid für die Tiere und dem Rückgang der wildlebenden Population einhergeht. Das dürfen wir nicht länger zulassen!

Unser Ziel: Den EU-Tigerhandel stoppen!

Fordern Sie die EU-Kommission auf, den Handel mit Tigern zu verbieten!  

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