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«Mein Ziel: Ein See pro Kanton.»

21.1.2019

Interview mit der Länderchefin von VIER PFOTEN Schweiz

Alexandra Mandoki ist seit Oktober 2018 die Länderchefin von VIER PFOTEN Schweiz. Lesen Sie im Interview, wie «Dave» sie zur Tierfreundin machte, warum sie den Fokus auf Nutztiere legt und weshalb sie sich so auf den nächsten Sommer freut.

Wie ist deine Tierliebe entstanden?

Als ich 13 Jahre alt war, bereicherte der fünfmonatige Schnauzer «Dave» unsere Familie. Ab diesem Zeitpunkt hat unser Vierbeiner meine Brüder, meine Eltern und mich gelehrt, wie viel Liebe Tiere einem schenken können. Meine Leidenschaft für Tiere war ab diesem Moment definitiv entfacht.

Heute bist du Länderchefin von VIER PFOTEN Schweiz. Wie sieht dein Werdegang aus?

Ich habe einen Master of Science in Agrarwissenschaften und Marketing sowie ein Strategie-Studium an der Universität St. Gallen (HSG) absolviert. Meine bisherige Karriere habe ich in der Privatwirtschaft sowie bei gemeinnützigen Organisationen weltweit verbracht. Nebenbei doziere ich an der Universität Luzern im Bereich Innovation. Bei VIER PFOTEN kann ich nun meine bisherigen beruflichen Erfahrungen mit meiner grossen Tierliebe verbinden. Damit geht ein Herzenswunsch in Erfüllung.  

In welchen Bereichen möchtest du VIER PFOTEN Schweiz voranbringen?

Mir ist ganz wichtig, dass wir mehr Bewusstsein in der Gesellschaft für die eigene Ernährung und damit auch für die Nutztiere in der Schweiz schaffen können. In diesem Bereich gibt es noch zu viele Missstände. Die Schweiz ist in vielen Punkten schon ein Vorreiter in Sachen Tierschutz. Aber auch wir haben Nachholbedarf, wenn man Produkte wie beispielsweise die Foie gras anschaut.

Wie verbringst du einen freien Tag am Wochenende?

Mein Garten ist meine Leidenschaft. Ob Tomaten, Himbeeren oder Peterli – ich liebe das Setzen, Aufziehen und Ernten von Pflanzen in meinem eigenen Garten. Am meisten Spass macht die Gartenarbeit, wenn mir meine Katze Lucrezia, eine ehemalige Streunerkatze, Gesellschaft leistet und jeden Arbeitsschritt vom Baum aus genau beobachtet. Ein weiteres meiner Hobbys ist das Schwimmen in Schweizer Seen. Mein Ziel: Ein See pro Kanton. Ich liebe es, durch das kühle Nass zu gleiten und mit der Natur verbunden zu sein. Neun Kantone habe ich schon geschafft. Nun freue ich mich auf den nächsten Sommer.

Hast du ein Lieblingsprojekt von VIER PFOTEN?

Besonders am Herzen liegt mir das Projekt «Dogs for People» in Rumänien. Dort werden ehemalige Streuner von Hundetrainern zu Therapie- und Rettungshunden ausgebildet. Sie schenken Kindern mit Beeinträchtigungen sowie älteren Menschen Aufmerksamkeit, Selbstbewusstsein, Liebe und Hoffnung – und das völlig kostenlos, denn das Therapiezentrum ist vollumfänglich spendenfinanziert.
Mein Herz schlägt zudem natürlich besonders stark für das Arosa Bärenland. Es ist einfach wunderbar, dass wir nach jahrelangem Einsatz für die Bären im Sommer 2018 nun endlich das erste Bärenschutzzentrum in der Schweiz eröffnen konnten. Der Gedanke, dass VIER PFOTEN und die Feriendestination Arosa Bären aus nicht artgemässer Haltung in den Bündner Bergen ein neues Zuhause schenken, gibt mir persönlich immer wieder Kraft und Durchhaltewille. Denn wie sagt man so schön: «Gut Ding will Weile haben.»

Lucrezia: Ehemalige Streunerkatze und heutige Gartenhüterin.

Alexandra Mandoki

Länderchefin VIER PFOTEN Schweiz

«Das mindeste was ich tun kann, ist für die zu sprechen, die es nicht selbst tun können.» – Jane Goodall