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Gesichtet: Bär auf dem uetliberg

2.4.2019

1. Aprilscherz löst zahlreiche Reaktionen aus

Ein Scherz mit ernsthaftem Hintergrund: Am gestrigen 1. April verkündeten Radio24 und TeleZüri die Sichtung eines Bären auf dem Uetliberg. Der Aprilscherz stiess auf grosses Interesse und hat zahlreiche Reaktionen ausgelöst. Den ganzen Tag war das UTO KULM-Team intensiv damit beschäftigt Auskunft an Seniorengruppen mit Entdeckerdrang, Spurensucher und ratschlagsuchende Jogger zu erteilen.

Tatsächlich ist diese Erscheinung gar nicht so abwägig: Das Thema ist hochaktuell und eine Rückkehr des Bären in die Schweiz ist wahrscheinlich. Experten sind sich einig, dass der Tierschutz Wirkung zeigt und die Ausdehnung der Bärenpopulation in Norditalien und Zentraleuropa öfters Bären die Schweiz erkunden lassen wird.

«Die Frage ist nicht, ob ein Bär über die Pässe zu uns ins Unterland ziehen wird, sondern
wann dies der Fall sein wird»

Bärenexperte Dr. Hans Schmid

Bärenstarke Sonderausstellung

Damit die Bären trotzdem auf dem Uetliberg präsent bleiben, befasst sich die Sonderausstellung «Die Heimkehr des Bären» vom 27. April bis 19. Mai 2019 mit Themen rund um den Braunbären, seine Verhaltens- und Lebensgewohnheiten, seine Rückkehr und die Situation von Bären in Gefangenschaft. 

Noch immer werden in Europa viele Bären in tierunwürdigen Haltungen zur
Schau gestellt. Diese in eine respektvolle und artgemässe Haltung zu überführen, ist die Mission der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN. «Wir sind die unabhängige Stimme für Tiere. Ich freue mich durch diese Ausstellung mit der Zürcher Bevölkerung über die Situation von Bären in schlechter Haltung und ihren Schutz sprechen zu können», sagt Alexandra Mandoki, Länderchefin VIER PFOTEN Schweiz.

Die Sonderausstellung wird durch das Arosa Bärenland und die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN organisiert. Der Eintritt ist kostenfrei.