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Meilenstein für den Tierschutz in Schweizer Bettwarenindustrie

27.3.2017

Der Verband Schweizer Bettwarenfabriken (VSB) hat gegenüber VIER PFOTEN schriftlich bestätigt, den Zertifizierungsstandard Downpass 2017 umzusetzen.

Zürich, 27. März 2017 – Der Verband der Schweizer Bettwarenfabriken (VSB) bestätigte gegenüber VIER PFOTEN, seine Bettwarenprodukte zukünftig nach einem der strengsten Standards zu kontrollieren. So kann in Zukunft mit grösserer Sicherheit ausgeschlossen werden, dass Daunen aus Lebendrupf und Stopfmastproduktion in den Bettwaren von Albis Bettwarenfabrik AG, Billerbeck Schweiz AG, Dorbena AG Bettwarenfabrik und Kyburz Bettwarenfabrik AG landen.

Der Verband Schweizer Bettwarenfabriken (VSB) hat gegenüber VIER PFOTEN schriftlich bestätigt, den Zertifizierungsstandard Downpass 2017 umzusetzen, um somit die Verwendung von Daunen aus Lebendrupf und Stopfmastproduktion mit grösserer Sicherheit ausschliessen zu können. Dieser Fortschritt bedeutet ein grosser Erfolg für die VIER PFOTEN Kampagne www.40lives.org, die gegen Tierleid in der Bettwarenproduktion ankämpft.

«Es ist grossartig, dass sich der VSB dazu bekennt, den Schutz von Gänsen und Enten in der Bettwarenindustrie massgeblich zu erhöhen und dass seine Mitglieder mit dem Downpass 2017 strengere Kontrollen implementieren werden, um das zu gewährleisten. Der Downpass 2017 verlangt im Gegensatz zu den vorherigen Downpass-Standards neu auch einen Aussschluss von Daunen aus der Stopfmastproduktion sowie Kontrollen auf der Farmebene. Das ist ein deutlicher Schritt nach vorne.»

Julie Stillhart, Länderchefin von VIER PFOTEN

Branchenriesen reagieren auf Kampagne 40Lives
Auch der Handel hat inzwischen die Notwendigkeit stärkerer Kontrollen entlang der gesamten Lieferkette erkannt. Globus und die beiden internationalen Unternehmen JYSK und Matratzen Concord bekennen sich ab sofort zum Ausschluss von Lebendrupf und Stopfmast. Sie werden in Zukunft eine stärkere Rückverfolgbarkeit von ihren Lieferanten fordern. Der Bezug von Daunen aus tierquälerischem Lebendrupf und der Stopfmastproduktion soll seitens der Marken und Lieferanten durch die strengsten auf dem Markt verfügbaren Standards und Kontrollen zukünftig ausgeschlossen werden. Zudem haben die Unternehmen bereits Alternativen zu Daunen in ihrem Sortiment.

«Diese Unternehmen haben bewiesen, dass sie mit der Zeit gehen.»

Julie Stillhart, Länderchefin von VIER PFOTEN

Viele weitere wichtige Bettwarenanbieter in der Schweiz beziehen Waren von VSB-Mitgliedern und anderen Produzenten, die bereits daran arbeiten, Daunen und Federn zu liefern, die sich durch strengere Rückverfolgbarkeit auszeichnen und besser sicher stellen können, dass Lebendrupf und Stopfmast auch wirklich ausgeschlossen sind.  VIER PFOTEN hofft nun, dass diese Händler diese Neuerung nutzen und ebenfalls bestätigen, strengste lückenlose Kontrollen von ihren Lieferanten zu verlangen. Auf der VIER PFOTEN Kampagnenseite www.40lives.org können sich Interessierte über die Entwicklungen im Schweizer Bettwaren-Sektor informieren.

Kontrollen in einer hochkomplexen Lieferkette
In einer Bettdecke sind die Daunen und Federn von 40 Gänsen und Enten enthalten. Jede einzelne Daune und Feder hat einen langen Weg zurückgelegt: vom Elterntierbetrieb zur Mastanlage, dann zum Schlachthof, zur Wäscherei, zum Produzenten und zum Händler. Lebendrupf und Stopfmast sind Praktiken, die entlang der hochkomplexen Lieferkette noch immer praktiziert werden. Kontrollen in der Bettwarenindustrie haben bis vor kurzem Daunen aus der Stopfmastproduktion nicht ausgeschlossen, und es gab kaum Kontrollen auf der Farmebene.

Damit diese tierquälerische Daunengewinnung auf jeder Stufe der Produktionskette bestmöglich ausgeschlossen werden kann, müssen die Kontrollen direkt auf den Farmen stattfinden: umfassend, unangemeldet und mindestens einmal im Jahr. Mit der Downpass 2017-Zertifizierung wird der VSB genau diese lückenlose Rückverfolgbarkeit besser gewährleisten und wird somit die Verwendung von Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast bestmöglich ausschliessen können. Beim Downpass 2017 werden weitere tierschutzrelevante Anpassungen erwartet. Diese Verbesserungen können den Standard somit zu einem der strengsten, auf dem Markt verfügbaren Standard machen.