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In Memoriam Heli Dungler

Erfolgreiche VIER PFOTEN Kampagne zur Rettung der traurigsten Bären Europas

19.12.2016

Umweltministerium konfiszierte 16 illegal gehaltene albanische Bären in 2016

Zürich/Albanien, 19. Dezember 2016 – Nachdem die internationale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN im August 2016 eine Kampagne gegen die grausame und illegale Haltung von Bären in Albanien gestartet hatte, kann sie nun zum Jahresende positive Bilanz ziehen: Das albanische Umweltministerium konfiszierte in diesem Jahr insgesamt 16 notleidende Bären.

 

Sechs der konfiszierten Bären konnte VIER PFOTEN im Anschluss aus ihren furchtbaren Lebensbedingungen befreien und in Sicherheit bringen. Zehn weitere Bären fanden in Bärenschutzzentren in Deutschland, Griechenland und Italien ein artgemässes Zuhause.

«Die hohe Zahl der in diesem Jahr geretteten Bären zeigt, dass das albanische Umweltministerium nun tatkräftig zum Schutz der Bären agiert. Wir sind daher zuversichtlich, dass sich diese positive Entwicklung in 2017 fortsetzen wird, und dass das Umweltministerium sowohl die notwendige Gesetzesänderung auf den Weg bringen, als auch mit dem Bau des angekündigten Bärenschutzzentrums in Albanien beginnen wird. Denn nur so kann das Kapitel der traurigsten Bären Europas bald endgültig geschlossen werden.»

Julie Stillhart, Länderchefin von VIER PFOTEN Schweiz

Durch die diesjährigen Rettungen hat sich die Zahl der in Albanien notleidenden Bären zwar vermindert, doch es vegetieren immer noch geschätzte 40 Tiere verwahrlost in engen, feuchten Käfigen.

 

Schicksale einzelner Bären erlangten weltweit traurige Bekanntheit

Obwohl Braunbären in freier Wildbahn nach albanischem Gesetz und aufgrund internationaler Vereinbarungen geschützt sind, gibt es in Albanien immer noch illegalen Handel mit Bären. VIER PFOTEN hatte Anfang des Jahres monatelang recherchiert und etliche grausame Fälle von Bärenhaltungen dokumentiert und veröffentlicht. Über die Schicksale einzelner Bären wie Bier-Bär Tomi, Selfie-Bärin Jeta und Ketten-Bär Pashuk wurde in den Medien und auf Social Media-Kanälen weltweit berichtet. Sie erlangten dadurch traurige Bekanntheit. Mehr als eine Viertel Million Unterstützer unterschrieben bisher die von VIER PFOTEN gestartete Online-Petition (www.savethesaddestbears.com), die den albanischen Umweltminister Lefter Koka darin bestärken soll, ein generelles Verbot der grausamen Bärenhaltung zu erlassen.

 

Den von VIER PFOTEN geretteten Bären geht es gut

Bier-Bär Tomi, Bier-Bärin Gjina und Ketten-Bär Pashuk, die VIER PFOTEN Ende September in den von VIER PFOTEN geführten BÄRENWALD Prishtina (http://www.vier-pfoten.ch/de/projekte/baeren/baerenwald-prishtina/) im Kosovo überführte, entwickeln sich prächtig in ihren Eingewöhnungsgehegen. Alle haben deutlich an Gewicht zugelegt, ein schönes, dichtes Fell bekommen, und ihre körperlichen Wunden sind verheilt. Auch Selfie-Bärin Jeta und Vergnügungspark-Bärin Luna, die VIER PFOTEN in Kooperation mit dem albanischen Umweltministerium vergangenen November aus ihrem Elend befreien und vorübergehend in den Zoo von Tirana bringen konnten, dürfen bald ihr endgültiges Zuhause im BÄRENWALD Prishtina beziehen. Im Frühjahr 2017, sobald alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird VIER PFOTEN die beiden Bärinnen dorthin bringen. Vergangene Woche überführte ein internationales VIER PFOTEN-Team gemeinsam mit dem albanischen Veterinärinspektorat einen weiteres Tier, den etwa anderthalb Jahre jungen Bären Riku, aus der Region Skrapar in den Zoo Tirana. Riku wurde von seinem ehemaligen Besitzer als Haustier gehalten. VIER PFOTEN sucht derzeit nach einer endgültigen schönen und bärengerechten Bleibe für Riku.

 

Auch im kommenden Jahr wird VIER PFOTEN in Albanien aktiv sein.

 

«Wir werden das albanische Umweltministerium dabei unterstützen, das bereits angekündigte staatliche Bärenschutzzentrum im Mount Nationalpark Mali Dajti zu errichten und es ausserdem darin bestärken, bereits geltende Vorgaben zum Schutz der Tiere besser durchzusetzen sowie die Strafen für Gesetzesverstösse deutlich zu erhöhen»

Stillhart