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Bär sitzt auf einer Wiese

Bärenhunger

11.12.2019

Braunbären: Erstaunliches rund um Nahrung und Fressverhalten

Was isst eigentlich ein Bär? Nun: Braunbären sind Allesfresser. Sie ernähren sich zu fast 80 Prozent von Baumrinde, Blätter, Wurzeln, Pilzen, Nüssen, Früchten und Beeren. Daneben verschmähen sie auch Fleisch nicht: Kleine Nager, Vögel, Frösche, Schlangen, Fisch oder auch Aas steht ebenfalls auf dem Speisezettel der Bären

Hier sind fünf interessanten Infos über das Fressverhalten und die Nahrung von Bären, die Sie vermutlich noch nicht kannten!

5 Fakten über das Fressverhalten des Braunbären

1. Ein Gebiss für alle Fälle: Das Gebiss des Bären ist an das breite Nahrungsspektrum angepasst. Er hat die für Raubtiere typischen Fangzähne. Die Backenzähne mit breiter Zahnkrone eignen sich gut, um die pflanzliche Nahrung gründlich zu zermalmen.

2. Abnehmen im Schlaf: Bären verlieren in ihrer Winterruhe sehr viel Gewicht. Männchen etwa 22 Prozent und Weibchen sogar bis zu 40 Prozent ihres Körpergewichts. Da kann man schon mal neidisch werden!

3. Wanderlust: Auf der Suche nach Nahrung durchstreifen Bären weitläufige Gebiete. Gibt es nur wenig Nahrung für die Bären, ist das Gebiet umso grösser. Ihre Gangart ist eher gemütlich und langsam. Doch das täuscht: Bei Bedarf können Bären für kurze Zeit auch 50 Kilometer pro Stunde erreichen. Häufig legen sie auf ihren täglichen Wanderungen Strecken von bis zu 40 Kilometern zurück.

4. Überall zu finden: Durch die wenig spezialisierte Ernährung konnten sich Braunbären an verschiedene Lebensräume anpassen. Abgesehen von der Arktis sind sie auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet. Ein echter kulinarischer Allrounder!

5. Gefundenes Fressen: Menschliche Abfälle sind eine gern angenommene Nahrung für Bären, die voll nahrhafter Fette und Kohlenhydrate steckt. In Bärengebieten verhindern bärensichere Mülleimer mögliche Zusammentreffen von Bär und Mensch. Ein verbreiteter Tipp zur Vorbeugung von unliebsamen Zusammenstössen lautet: Beim Pausieren oder Zelten in der Natur Abfälle immer sicher verschliessen und nicht in der Nähe aufbewahren.

Bären: Schwimmer und Honigschlecker

Honig ist ein seltener Leckerbissen, den Bären ganz besonders lieben. Dazu ist er auch noch gesund: Er dient unter anderem der Stärkung des Immunsystems. Geschickt öffnen die Bären mit ihren grossen Pranken den Bienenstock und lassen sich dabei auch von attackierenden Bienen nicht verjagen.

Bären sind gute Schwimmer und durchqueren problemlos Flüsse. Hier beweisen sie sich als geschickte Fischer, indem sie die Beute mit einem Prankenschlag aus dem Wasser schleudern und fangen. Danach wird die Beute in Ruhe verzehrt.

Tipp: Hier erfahren Sie mehr über die Lebensweise von Bären!

Übrigens: In unseren Bärenschutzzentren können Sie mit etwas Glück das natürliche Fressverhalten von Bären hautnah miterleben. Besuchen Sie die Bären im BÄRENWALD Müritz, im Arosa BÄRENLAND oder im BÄRENWALD Arbesbach!

16 Stunden pro Tag auf Futtersuche

Kaum vorstellbar, doch Bären verbringen den Grossteil ihres Lebens mit der Suche nach Futter. Ganze 16 Stunden pro Tag sind sie damit beschäftigt. Bei der Nahrungsbeschaffung legen sie viele Kilometer durch ihr Revier zurück.