Neary und Sopol

Tipps, um Ihr Haustier auf den Herbst vorzubereiten

Ein Leitfaden für Tierhalter: Das Wichtigste, damit Ihre vierbeinigen Freunde im Herbst glücklich und gesund bleiben

Die Tage werden kürzer, die Luft kühler und das Herbstlaub knistert unter den Füssen: Der Herbst ist da. Die farbenfrohe Jahreszeit bringt viele schöne Momente für Mensch und Tier mit sich. Während Hunde weiterhin gerne draussen unterwegs sind, geniessen viele Katzen die angenehmeren Temperaturen nach dem Sommer.

Doch der Wechsel der Jahreszeit bringt auch einige Herausforderungen mit sich. Lesen Sie unsere Tipps, wie Sie sich am besten auf den Wechsel der Jahreszeiten einstellen können.

Tipps für Hundehaltende

Was es im Herbst insbesondere zu bedenken gibt:

  • Warm halten: Ältere Hunde und solche mit wenig Unterwolle sind besonders anfällig für Kälte und Feuchtigkeit. Das schadet ihren Gelenken und nimmt ihnen den Spass an einem herbstlichen Spaziergang. In solchen Fällen empfiehlt sich geeignete
    Kleidung zum Schutz vor kälteren Temperaturen. Diese Kleidung sollte gut sitzen und Ihr Tier warmhalten, ohne es in der Bewegung einzuschränken. Für ältere Vierbeiner sind mehrere kurze Spaziergänge durch die herbstlichen Wälder besser als ein langer Spaziergang.
  • Fellwechsel: Meistens dauert der Fellwechsel mehrere Wochen und während dieser Zeit braucht Ihr Vierbeiner oft etwas Unterstützung. Durch regelmässiges Bürsten entfernen Sie bereits viel lose Haare. 
  • Dunkelheit: Wenn sich der Sommer dem Ende zuneigt, wird es früher dunkel. Wenn Sie am späten Nachmittag mit Ihrem Hund unterwegs sind, achten Sie darauf, dass Ihr vierbeiniger Freund in der Dunkelheit gut sichtbar ist. Reflektierende Halsbänder, Geschirre und Leinen sind dafür sehr gut geeignet und können helfen, Unfälle (z.B. mit Radfahrern) zu vermeiden. Für langhaarige Hunde eignen sich reflektierende Westen besser.
  • Regen: Je nach dem, ob Ihr Hund etwas dagegen hat, nass zu werden oder nicht, kann ein Regenmantel sinnvoll sein. Achten Sie darauf, dass die Schutzkleidung gut passt und keine Kapuze hat, damit Sie die Kommunikationsfähigkeit Ihres Hundes nicht einschränken. Möchte Ihr Hund lieber ohne Schutz im Regen spazieren, achten Sie darauf, ihn nach dem Spaziergang gut abzutrocknen, um Atemwegserkrankungen und Hautreizungen vorzubeugen.
  • Lästige Parasiten: Zecken sind meist von März bis Juni und später von August bis November aktiv. Aber die milden Temperaturen, die mit dem Klimawandel einhergehen, verlängern die Zeckenaktivität.1 Hunde, die sich in zeckengefährdeten Gebieten aufhalten - etwa in der Nähe von Wäldern, Gewässern und Wiesen - müssen vor diesen blutsaugenden Parasiten geschützt werden. Zeckenschutzmittel sind ein wirksames Mittel, um Ihren Hund zu schützen.
  • Herbstgrasmilben: Auch die schädlichen Auswirkungen von Herbstgrasmilben auf Hunde sollten nicht unterschätzt werden.2 Die Larven verursachen starken Juckreiz, insbesondere an den Pfoten, Beinen, Ohren oder am Bauch.3 Häufiges Kratzen und Lecken kann zu Wunden und Hautentzündungen führen. Um dies zu vermeiden, ist es ratsam, sich und Ihren Hund von Umgebungen fernzuhalten, die von Herbstgrasmilben bevorzugt werden. Dazu gehören Wiesen, Gärten, Waldränder und Felder. Wenn Sie sich beim Gassigehen nicht einschränken möchten, erkundigen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis nach geeigneten Vorbeugungsmassnahmen gegen Parasiten.
  • Pilze: In den feuchten Böden des Frühherbstes gedeihen Pilze, und der Verzehr von Pilzen kann für unsere vierbeinigen Freunde tödlich sein.4,5 Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie Ihren Hund überhaupt keine Pilze essen lassen - nicht einmal solche, die für Menschen ungefährlich sind. Kontrollieren Sie immer, was Ihr Hund frisst, wenn er beim Spazierengehen etwas aufgenommen hat.
  • Herbstdekorationen: Wenn die Tage kürzer werden, beginnen viele von uns, ihre Wohnungen mit herbstlichen Dekorationen zu schmücken. So sorgen Kerzen und Teelichter an kälteren Abenden für eine schöne Atmosphäre, sollten jedoch immer ausserhalb der Reichweite von neugierigen Tieren aufgestellt werden. Funkelnde Lichterketten und Kabel können ebenfalls verlockende Kauspielzeuge sein. Kleine Dekorationen wie Tannenzapfen, Eicheln oder kleine Kürbisse können eine Erstickungsgefahr darstellen oder Verdauungsprobleme verursachen, wenn sie verschluckt werden. Wenn Sie saisonale Pflanzen oder Kränze mitbringen, überprüfen Sie, ob diese für Haustiere unbedenklich sind.

Tipps für Katzenhaltende

Nicht nur Hunde, auch Katzen benötigen in der kühleren Jahreszeit etwas Unterstützung. Mit diesen einfachen Massnahmen helfen Sie Ihrer Samtpfote, gesund und zufrieden durch den Herbst zu kommen:

  • Kühle Temperaturen bedeuten steife Gelenke: Nicht nur wir Menschen, sondern auch Katzen mit Arthrose können Mühe haben mit dem Temperaturabfall. Bieten Sie ihrer Katze deshalb im Herbst besonders kuschelig-warme Plätzchen an. Bemerken Sie bei ihrer Katze im Herbst einen steifen Gang, Berührungsempfindlichkeit oder sogar Lahmheiten, lassen Sie sie tierärztlich untersuchen.
  • Fellwechsel leicht gemacht: Meistens dauert der Fellwechsel mehrere Wochen und während dieser Zeit braucht Ihr Vierbeiner oft etwas Unterstützung. Durch regelmässiges Bürsten entfernen Sie bereits viel lose Haare. Zusätzlich können Sie Ihre Katze unterstützen, indem Sie ihr mit Omega 3-Fettsäuren angereichertes Futter anbieten. Gut geeignet sind Lachs- oder Algenölprodukte.
  • Parasiten im Blick behalten: Zecken bleiben auch im Herbst aktiv. Neben dem unangenehmen Juckreiz, den ein Zeckenstich verursachen kann, können die kleinen Spinnentiere diverse Krankheiten übertragen.6 Eine gute Zeckenprophylaxe oder alternativ das genaue Absuchen ihrer Katze nach deren Heimkehr sind deshalb essentiell. Auch Herbstgrasmilben können in einigen Gebieten auftreten und bei Katzen starken Juckreiz verursachen.7
  • Schlank durch den Herbst: Viele Freigängerkatzen werden im Herbst zu kleinen Stubenhockern. Dadurch besteht die Gefahr, dass sie bei gleichbleibender Nahrungsaufnahme und verringerter Bewegung an Gewicht zulegen. Achten Sie auf ausreichend Beschäftigung und passen Sie die Futtermenge bei Bedarf an.
  • Giftquellen vermeiden: Informieren Sie sich über die Pflanzen, zu denen Ihre Katze Zugang hat, und entfernen Sie giftige Pflanzen wie zum Beispiel die Herbstzeitlose aus Ihrem Garten und Zuhause. Achten Sie auch darauf, dass allfällige Herbstdeko katzensicher ist. Auch wenn es verlockend erscheint, Eicheln als Spielzeug zu verwenden, sollten Sie bedenken, dass diese ebenfalls Giftstoffe enthalten und zu einem gefährlichen Darmverschluss führen können, wenn sie verschluckt werden.8
    Auch verschiedene chemische Stoffe stellen eine Gefahr dar. So enthalten Scheibenwischmittel für den Herbst und Winter meist das Frostschutzmittel Ethylenglykol. Dieses ist für Katzen hochgiftig und kann zu Nierenversagen führen. Achten Sie beim Auffüllen des Scheibenwischmittels deshalb darauf, keine Tropfspuren zu hinterlassen.
Hund im warmen Bett

Ein warmes Plätzchen statt Kälte


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Quellenverweis

1. Ticks | ESCCAP UK & Ireland. [accessed 2024 Sep 17]. https://www.esccapuk.org.uk/page/Ticks/7/
2. Harvest Mite Infestations in Dogs | VCA Animal Hospitals. Vca. [accessed 2024 Sep 17]. https://vcahospitals.com/know-your-pet/harvest-mite-infestations-in-dogs
3. Harvest mites in dogs. [accessed 2024 Sep 17]. https://www.pdsa.org.uk/pet-help-and-advice/pet-health-hub/conditions/harvest-mites-in-dogs
4. Mushroom Poisoning in Dogs. [accessed 2024 Sep 17]. https://www.petmd.com/dog/poisoning/mushroom-poisoning-in-dogs
5. Mushroom Toxicity | VCA Animal Hospitals. Vca. [accessed 2024 Sep 17]. https://vcahospitals.com/know-your-pet/mushroom-toxicity
6. https://www.esccap.ch/parasiten/zecken
7. https://www.esccap.ch/demo/wp-content/uploads/2021/08/ESCCAP-CH_Newsletter_0821_Herbstgrasmilben_d_160821.pdf 
8. https://www.vetpharm.uzh.ch/ 

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