Hund schaut in die Kamera

Was das «Lächeln» eines Hundes wirklich bedeutet

VIER PFOTEN bringt Anerkennung der Empfindungsfähigkeit von Tieren auf die UNO-Agenda

Zürich, 1. Oktober 2026 – Ein schnurrender Stubentiger muss nicht zwingend zufrieden sein, und ein Hund, der scheinbar «lächelt», ist nicht immer glücklich. Zum Welttierschutztag am 4. Oktober macht die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN auf die oft missverstandene Körpersprache von Tieren aufmerksam und fordert gleichzeitig eine stärkere politische Anerkennung ihrer Empfindungsfähigkeit.

Tiere empfinden Freude, Angst, Vertrauen, Stress und Schmerz. Sie kommunizieren diese Gefühle über ihre Mimik, Körperhaltung und ihr Verhalten. Dennoch werden ihre Signale von Menschen häufig falsch interpretiert. So kann das Schnurren einer Katze auch auf Schmerzen hinweisen, während ein vermeintlich lächelnder Hund angespannt oder verunsichert sein kann.

«Tiere kommunizieren ständig mit uns. Wer ihre Signale versteht, kann ihre Bedürfnisse besser erkennen und ihr Wohlergehen fördern. Tiere sind fühlende Lebewesen. Deshalb müssen ihre Bedürfnisse stärker in politischen Entscheidungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.»

Katja Schönenberger, Geschäftsleiterin von VIER PFOTEN Schweiz

Vor dem Hintergrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Empfindungsfähigkeit von Tieren setzt sich VIER PFOTEN dafür ein, dass Tiere und ihre Bedürfnisse stärker in nationalen und internationalen Regelwerken berücksichtigt werden. In der Schweiz besteht zwar bereits die Anerkennung, dass Tiere keine Sachen sind, aber in der praktischen Umsetzung besteht weiterhin Handlungsbedarf. International setzt sich die globale Tierschutzorganisation zudem für die Weiterentwicklung des rechtlichen Status von Tieren ein, damit ihr Wohlergehen stärker geschützt wird.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung erfolgt am 5. Oktober am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York. Gemeinsam mit Frankreich und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) bringt VIER PFOTEN Diplomatinnen und Diplomaten aus aller Welt zusammen, um über die stärkere Berücksichtigung von Tierwohl und Tier-Empfindungsfähigkeit in internationalen Prozessen zu diskutieren.

Langfristig verfolgt VIER PFOTEN das Ziel, die Anerkennung von Tieren als fühlende Lebewesen stärker im multilateralen System zu verankern und damit die Grundlage für wirksamere Tierschutzstandards weltweit zu schaffen.

Häufig missverstandene Signale von Tieren

  • Katzen: Schnurren kann auch Schmerzen oder Unwohlsein ausdrücken.
  • Hunde: Nicht jedes Schwanzwedeln bedeutet Freude; ein vermeintliches «Lächeln» kann Anspannung signalisieren.
  • Kühe: Rennen Kühe auf der Wiese auf einen zu, wird das häufig als Aggression interpretiert. Tatsächlich sind Kühe von Natur aus neugierig und inspizieren gerne ihre Umgebung.
Oliver Loga

Oliver Loga

Press Manager

oliver.loga@vier-pfoten.org

+41 43 883 72 51

VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Altstetterstrasse 124, 8048 Zürich

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