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Schweine im Stall

Schweine als Massenware

Das meist konsumierte Fleisch der Schweiz

Schweine gehören zu den intelligentesten Tieren und sind ausgesprochen lernfähig. Unter natürlichen Bedingungen verbringen sie viel Zeit damit, ihre Umgebung zu erkunden. Schweine sind sehr reinliche Tiere und da sie nicht schwitzen können, nehmen sie an heissen Tagen gern ein kühlendes Bad im Schlamm. Als gesellige Wesen leben sie in grösseren Gruppen.

Worum geht es

Ein Grossteil der Schweine in der Schweiz leidet. In der intensiven Schweinehaltung können sie ihre natürlichen Verhaltensweisen kaum ausleben – im Gegenteil: Wichtige Grundbedürfnisse wie Körperpflege, Sozial-, Erkundungs-, Nahrungssuch- und Nestbauverhalten werden unterdrückt. Die Folgen sind schwere physische und psychische Schäden.

Trotzdem lieben die schweizer Schwein auf dem Teller. Ob zu Wurst, Kotelett oder Schnitzel verarbeitet: Schweinefleisch ist das meist konsumierte Fleisch in unserem Land. Laut dem Schweizer Agrarbericht 2017 konsumiert jeder Schweizer durchschnittlich 22 kg Schweinefleisch pro Jahr. Das entspricht fast der Hälfte des gesamten pro Kopf Fleischkonsums.

Nicht mal 1 m2 pro Schwein in Schweizer Ställen

Damit dieser Konsum gedeckt werden kann, stehen knapp 1'500'000 Schweine in Schweizer Ställen. Obwohl das Schweizer Tierschutzgesetz gerne als vorbildlich bezeichnet wird, sind die Tierschutzvorschriften gerade für Mastschweine mehr als ungenügend. Die Ställe sind darauf ausgerichtet, möglichst viel Schweinefleisch in kürzester Zeit und zu möglichst geringen Kosten hervorzubringen. Die Platzverhältnisse sind beengt: Einem Schwein, das 85 – 110 kg wiegt, steht eine Gesamtfläche von nur 0.9 m2 zur Verfügung. Da Auslauf ins Freie gesetzlich nicht obligatorisch ist, verbringen die meisten Schweine ihr kurzes Leben in geschlossenen Ställen ohne Zugang zu einer Weide.

    Schweinestall

    Psychische und physische Folgen

    Die verspielten und bewegungsfreudigen Tiere leiden unter der räumlichen Enge und den fehlenden Beschäftigungsmöglichkeiten. Das führt zu Stress und macht sie krankheitsanfällig. Damit nicht genug. Die modernen Schweinerassen für die Fleischproduktion werden auf möglichst rasches Wachstum gezüchtet. Die schnelle Gewichtszunahme ist eine hohe Belastung für Gelenke und Knochen.

    Fakt ist, die meisten Schweine in der Schweiz leiden in der Mast. Auch Sie als Konsument können entscheidend zur Linderung dieses Leids beitragen, wenn Sie sich an untenstehenden Empfehlungen orientieren.

    so können sie helfen

    • Reduzieren Sie Ihren Konsum von Schweinefleisch
    • Wenn Sie Schweinefleisch kaufen, achten Sie auf tierfreundliche Landwirtschaft (z.B. Produkte aus Freiland- oder Biohaltung)