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Situation Schweiz und Europa


Es gibt grosse Unterschiede bei den gesetzlichen Vorgaben für Pelztiere. Global betrachtet sind die meisten Pelztiere gar nicht oder völlig unzureichend geschützt. Einige europäische Länder haben jedoch vorbildliche Regelungen auf den Weg gebracht.


Situation in der Schweiz

1. Keine Pelzfarmen in der Schweiz

Das Schweizer Tierschutzgesetz schreibt vor, dass Wildtiere wie Nerze und Füchse unter Zoostandards gehalten werden müssen. Diese Anforderungen sind so hoch, dass die Schweiz schon lange frei von Pelzfarmen ist. Dennoch können Pelzprodukte immer noch importiert werden.

 

2. Deklarationsplicht für Pelz ab 1. März 2013

Seit dem 1. März 2013 gilt in der Schweiz eine Kennzeichnungspflicht von Pelz. Demnach müssen Pelzprodukte mit klaren Angaben zu Tierart, geographischer Herkunft und Haltungsbedingungen der Tiere versehen sein. Den Herstellern wurde dafür eine Übergangsfrist von einem Jahr eingeräumt. Ab 1. März 2014 müssen folglich alle in der Schweiz zum Verkauf angebotenen Pelzprodukte eine Herkunftsdeklaration aufweisen.

 

3.  VIER PFOTEN fordert

In der Schweiz soll die Deklarationspflicht konsequent angewandt  und Verstösse dagegen bestraft werden. Die Schweiz soll eine Vorbildfunktion für die Einführung einer Deklarationspflicht  in weiteren Ländern sein.

 

 


Situation in der EU

© VIER PFOTEN

Der Europarat hat eine 1999 eine Empfehlung für Pelztiere in Farmen verabschiedet. Aus Tierschutzsicht ist sie allerdings völlig ungenügend, da die Käfighaltung auf engstem Raum zulässig bleibt. Auch Drahtgitterböden und fehlende Kletter-, Grabe- oder Bademöglichkeiten werden toleriert.

 

In vielen EU-Staaten existieren keine weiteren Vorschriften für Pelzfarmen. Doch einige europäische Länder gehen mit gutem Beispiel voran und schützen Pelztiere durch strengere nationale Regelungen wirksam:

 

  • Österreich, Grossbritannien und Slowenien haben Pelzfarmen gesetzlich verboten.
  • Auch Bulgarien hat die Produktion sowie den Import und Export von Pelzen (Felle, nicht Produkte) verboten. 
  •  In den Niederlanden ist das Halten von Füchsen und Chinchillas zur Pelzgewinnung verboten. Nerzfarmen sind ab 2024 verboten.
  • Grosse Tierschutz-Erfolge: In der EU sind Import und Handel mit Robbenfellen sowie Hunde- und Katzenfellen inzwischen verboten.

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