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Wolle


Das blutige Geschäft mit Wolle

Das Geschäft mit Wolle floriert weltweit. Hauptproduzenten sind Australien, Südamerika und Neuseeland. Wie bei allen Massenproduktionen, bei denen Nutztiere eine Rolle spielen, gibt es auch bei der Gewinnung von Wolle und der Haltung der Schafe grosse Tierschutzprobleme. 


Schon einmal etwas von „Mulesing“ gehört?

Dabei werden Schafen grosse Streifen Fleisch in der Nähe des Schwanzes herausgeschnitten. Ohne Betäubung, versteht sich. Kaum auszudenken, was für Schmerzen, das Tier während dieser tierquälerischen Prozedur erleiden muss. Hauptsächlich wird Mulesing in Australien betrieben. Argumente, die gerne angeführt werden, ist die Krankheit Myiasis (oder auch Fliegenmadenkrankheit), die durch Mulesing angeblich eingedämmt wird. Diese Theorie konnte bereits widerlegt werden. Mulesing bietet keinesfalls einen hundertprozentigen Schutz gegen den Befall durch Fliegenmaden. VIER PFOTEN spricht sich daher vehement gegen die Anwendung von Mulesing aus. 


VIER PFOTEN möchte das Leben von Millionen Schafe in der Woll-Produktion verbessern.
© iStock | John Carnemolla

Wochenlange Lebendtransporte von Schafen

Was viele nicht wissen. Von Australien aus werden unzählige Schafe auf grosse Schiffe verladen und über Wochen hinweg in den Nahen Osten transportiert. Für die Tiere bedeutet diese Reise nicht nur unglaublichen Stress. Viele Tiere sterben auf Grund von Wasser- oder Platzmangel auch. Das wird von den Produzenten gerne in Kauf genommen werden. 


Was VIER PFOTEN macht

VIER PFOTEN ist Teil der Arbeitsgruppe „Responsible Wool Standards“ und möchte dazu beitragen, das Leben von Schafen in der Wollproduktion nachhaltig zu verbessern. Denn eines ist leider klar: Die Industrie wird in absehbarer Zeit nicht aufhören, Wolle zu nutzen. Fashion-Labels und Firmen, die Produkte tierischen Ursprungs verwenden, müssen aber endlich anfangen, Verantwortung gegenüber den Tieren zu übernehmen. Mithilfe eines internationalen Standards können Tierschutzprobleme in der Wollproduktion in Angriff genommen werden. VIER PFOTEN achtet dabei darauf, dass die höchstmöglichen Anforderungen für das Wohl der Tiere bei der Haltung eingeführt werden.


Was Sie tun können

Die tierfreundlichste Entscheidung ist es natürlich keine Wolle zu kaufen oder zu verwenden. Wer nicht auf Wolle verzichten möchte, sollte auf regionale Schafwoll-Produzenten zurückgreifen. Denn bei regionalen Betrieben können Sie sich selbst ein Bild davon machen, wie es den Tieren geht.

 

Was Sie noch tun können: Recherchieren Sie im Internet, ob Firmen eine Policy oder Position zu Wolle und der Beschaffung von Wolle ins Leben gerufen haben. Wen Sie auf Websites nichts dazu finden, schreiben Sie die Firmen direkt an und fragen Sie, woher die Wolle stammt, wie die Tiere gehalten werden und auf welche Weise das Unternehmen sich für eine tierfreundliche Lieferkette einsetzt. 


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