Zehn Braunbären aus ehemals schlechter Haltung leben in unserem Bärenrefugium in Mecklenburg-Vorpommern. Um weiteren Bären in Not ein besseres Zuhause zu bieten, wird der BÄRENWALD Müritz nun erweitert. Wirtschaftsminister Jürgen Seidel kam am 4. Juni 2010 zum Spatenstich für den neuen Bauabschnitt.
Seit Oktober 2006 bietet der BÄRENWALD Müritz an der Südspitze des Plauer Sees bei Stuer Braunbären aus unwürdigen Haltungsbedingungen eine neue tiergerechte Heimat. Insgesamt zehn Bären konnten inzwischen in das Refugium übernommen werden. Dabei fühlen sich Lothar, Mascha und Co. hier sichtlich wohl. Voller Neugier und Spieltrieb streifen die Petze immer wieder durch den dichten Mischwald, schwimmen gemeinsam im Teich oder legen sich eine Ruhehöhle für den nächsten Winter an. Für diese Tiere kann das Projekt ausdrücklich als grosser Erfolg bezeichnet werden.
Doch der Bedarf für die Aufnahme neuer Bären ist nach wie vor ungebrochen gross. Und mit seinen derzeit zehn Bewohnern ist der BÄRENWALD Müritz vollständig ausgelastet. Deshalb wird das gegenwärtig acht Hektar grosse Gelände in diesem Jahr erweitern. Insgesamt wird die Anlage um weitere acht Hektar vergrössern, ganze sieben Hektar davon werden in Bärengehege umgewandelt werden, um weiteren 14 Bären Platz bieten können. Die Fertigstellung der neuen Anlage ist für Mitte Oktober geplant.
Besonderes Highlight für die Bären und bisher absolut einzigartig wird der natürliche Bachlauf sein, der sich durch drei der vier neuen Sektoren erstrecken wird.
Doch nicht nur für die Bären wird alles besser werden, auch unsere Besucher können sich freuen. Auf einem neuen, über 700 Meter langen Abschnitt Besucherweg lassen sich die künftigen Gehegebewohner noch besser beobachten, ohne dass die Tiere dabei gestört werden. Vier zusätzliche Ausstellungsstationen ergänzen und vervollständigen das bisherige Ausstellungskonzept und bieten somit noch mehr Spass aber auch Wissenswertes für Gross und Klein.
Knapp 1,8 Millionen Euro wird den BÄRENWALD Müritz der neue Bauabschnitt kosten, wovon rund 1,1 Millionen Euro durch das Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert werden. Weitere 450’000 Euro werden von der Muttergesellschaft VIER PFOTEN getragen, die sich ausschliesslich durch Spendengelder finanziert.