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Lebendrupf


Es gibt zwei Arten, Daunen zu gewinnen: Durch den Rupf bereits geschlachteter Tiere oder durch den wesentlich brutaleren Lebendrupf. Der Name verrät es schon: Gänse werden bei lebendigen Leib gerupft. Bis zu vier Mal in ihrem ohnehin kurzen Leben wird den Mastgänsen per Hand an Hals, Rücken, Bauch und Brust ihr Federkleid aus ihrem Körper gerissen. Elterntiere, also jene Gänse, die für die Nachzucht verantwortlich sind, sogar bis zu 16 Mal.

 


Bis zu vier Mal mehr Daunen können beim Lebendrupf gewonnen werden.
© VIER PFOTEN

Brutaler Lebendrupf wird noch immer betrieben

Lebendrupf ist Akkordarbeit, d.h. es muss schnell gehen. Um so unpräziser und brutaler wird vorgegangen. Bis zu 3000 Tiere werden innerhalb von fünf Stunden per Hand gerupft. Dabei erleiden die Tiere neben den körperlichen Schmerzen während des Rupfens teils schwere Verletzungen.

 

Lebendrupf wird in Ländern wie Ungarn, Polen oder China noch immer betrieben. Besonders tragisch ist, dass Lebendrupf in der EU eigentlich verboten wäre, man jedoch ein gesetzliches Schlupfloch fand. Bei der natürlichen Mauser verlieren die Gänse ihre Daunen von selbst, es ist erlaubt, sie ihnen in dieser Zeit aus dem Gefieder zu streifen («Mauserraufen»). Dieser Umstand wird von vielen EU-Betrieben genutzt, um der ganzen Herde unter dem Vorwand der Mauser das Gefieder zu rupfen, obwohl der zeitgleiche Federwechsel aller Tiere eines Industriebetriebs ein Ding der absoluten Unmöglichkeit ist.


Mehr Informationen zu Daunen finden Sie hier.


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