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Philippinen


Tiere retten, Menschen helfen! VIER PFOTEN Einsatz-Team auf den Philippinen

 

Der schwerwiegende Tropensturm "Haiyan" brachte grosse Zerstörung über den Inselstaat. Tausende Menschen kämpfen um ihr Überleben, betroffen sind auch Tausende Tiere, darunter auch Nutztiere, die wiederum die Existenzgrundlage vieler Menschen bilden. Das VIER PFOTEN Einsatz-Team hat sich auf den Weg zu den Philippinen gemacht, um direkt den notleidenden Heim-, Streuner- und Nutztieren zu helfen und vor allem jene Schritte einzuleiten, die für einen nachhaltigen Schutz von Mensch und Tier wichtig sind. Dazu gehören u.a. Seuchenprävention, Impfprogramme und Wasserversorgung. 

 

Bitte helfen Sie uns dabei, die Tiere in den betroffenen Regionen zu retten und damit den Menschen zu helfen.

 

 


10. Januar 2014 - Video Update 

 

Unser zweiter Einsatz auf den Philippinen. 



© VIER PFOTEN

23. Dezember: VIER PFOTEN hilft verwundeten Giraffen

 

Während unseres Hilfseinsatzes auf den Philippinen wurden wir auch von der Leitung des Tierparks auf Calauit gebeten, ihnen bei der Versorgung und medizinischen Behandlung der dort gehaltenen afrikanischen Säuger zu helfen. Schon bei unserer ersten Visite Anfang Dezember identifizierten wir u.a. acht verletzte Giraffen und Zebras mit Atemproblemen, hatten jedoch nicht die entsprechende Medikation und das benötigte Equipment für diesen Spezialfall mit.

 

Unter der Leitung des - bei der Arbeit in Krisengebieten besonders erfahrenen - VIER PFOTEN Veterinärs Dr. Amir Khalil, und der zweiten Hilfsreise auf die Philippinen, haben wir uns auch für diesen Spezialfall ausgerüstet. 

 

Die Behandlung der Wunden, der sozusagen höchsten Landsäugetiere dieser Welt, ist aber selbst für erfahrene Tierärzte ein schwieriges Unterfangen.
Dr. Khalil: „Sie sind nicht an Behandlungen gewöhnt, zudem wurde die gesamte Infrastruktur vor Ort zerstört – somit auch der Behandlungskorral beschädigt, in den die Giraffen gelotst werden müssen. Das Narkotisieren dieser bis zu 6 Meter hohen und durchschnittlich 1,5 Tonnen schweren Paarhufer ist nicht ungefährlich, da es mit dem Eintreten der Wirkung bzw. beim Zusammensinken zu schweren Verletzungen kommen kann. Deswegen haben wir alles unternommen, um das Narkotisieren zu vermeiden, auch wenn dies für uns Menschen gefährlicher ist."

 

In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Parks gelang es dem VIER PFOTEN Team, u.a. das Jungtier „Claire“ mit Futter in die teils beschädigte, aber mit reichlich Heu ausgestattete Box zu locken, und ohne Betäubung zu behandeln. Zunächst untersuchte Dr. Khalil den allgemeinen Gesundheitszustand, danach erfolgte die Reinigung der Wunden und die Verabreichung der notwendigen Injektionen.

 

"In den wichtigen Momenten blieb Claire ruhig, sodass ich die Behandlung unter den gegeben Umständen gut durchführen konnte. Natürlich stand sie unter Stress, konnte jedoch im Anschluss rasch wieder in ihre Gruppe, darunter auch ihre Mutter, integriert werden" beschreibt Dr. Khalil die gelungene Behandlung.

Das Management des Wildtierparks hatte VIER PFOTEN im Vorfeld um Unterstützung gebeten. Parkleiter Froilan P. Sariego: “Ohne die Hilfe von VIER PFOTEN hätten wir die Giraffen nicht behandeln können. Es fehlt an Tierärzten vor Ort, sowie an Know-How und Schulungen der Mitarbeiter. Auch die Infrastruktur wurde durch den Taifun stark beschädigt bzw. zerstört“.

 

Der Wildtierpark auf der Insel Calauit, im Nordwesten der Insel Busuanga, umfasst ein Areal von rund 3.700Hektar und beherbergt afrikanisches Grosswild wie Giraffen, Zebras, Antilopen und Wasserböcke. Acht der 21 Giraffen wurden von umstürzenden Bäumen verletzt, durch die Verwüstung ist auch das Futter knapp. Während des ersten Philippinen-Einsatzes konnte das VIER PFOTEN Team bereits Futter für mehrere Monate für die dort lebenden Giraffen und weitere Wildtiere sicherstellen, nun konnten die erfahrenen Veterinäre die Tiere auch medizinisch versorgen.

 

Durch die vorher bereits bestandene mangelhafte Ernährung und den Stress während der Naturkatastrophe, sowie den erschwerten Zugang zu Futter und Wasser nach dem Taifun, kämpfen mehrere Zebras mit Atemproblemen. Auch hier konnte mit der notwendigen Medikation die medizinische Therapie eingeleitet werden.

 

Im Vordergrund des VIER PFOTEN Hilfseinsatzes auf den Philippinen steht die Erstversorgung von Nutztieren, welche für einen grossen Teil der vom Taifun Betroffenen eine Existenzgrundlage darstellen. „Insgesamt haben wir über 600 Tiere medizinisch betreut sowie 35 Tonnen an Futtermittel für 5'000 Nutztiere zur Verfügung stellen können und damit 3'000 Familien unterstützt“, so Khalil. Die Mission erfolgte in enger Abstimmung mit der Katastrophenkoordination in Manila. Unterstützung kam auch von Dr. Josef Müllner, österreichischer Botschafter in Manila.


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Update 18. Dezember

 

Unser Team ist gut auf den Philippinen angekommen, und trifft bereits alle nötigen Vorbereitungen, um weitere Tonnen an Futter zu verteilen, sowie verletzte Tiere medizinisch zu versorgen. Auch die verletzten Giraffen im Calauit Wildtierpark werden von unserem erfahrenen Tierärzte-Team behandelt, da bei der letzten Visite sehr starke Wunden und Verletzungen festgestellt wurden, aber die notwendige Ausrüstung für eine entsprechende Versorgung fehlte.

 

Viele Eindrücke unseres ersten Nothilfe-Einsatzes auf den Philippinen, haben wir im nachfolgenden Video für Sie bereit gestellt.

 

Bitte helfen Sie uns auch weiterhin dabei, die Tiere in den betroffenen Regionen zu retten und damit den Menschen zu helfen.


12. Dezember 2013


 Wir bereiten den nächsten Einsatz vor

 

 Tierarzt Dr. Amir Khalil leitet das Einsatzteam. Er schildert die Situation auf den Philippinen: „Viele Menschen haben derzeit grosse Schwierigkeiten, ihre Tiere zu versorgen, da sie kaum ihre eigenen Grundbedürfnisse decken können. Unser Hilfseinsatz bekommt somit eine doppelt positive Bedeutung, da Tierhilfe gleichzeitig auch den Menschen hilft. Ein Gemeindevertreter sagte mir, dass jedes Kilogramm Tierfutter den Besitzern ein Kilogramm Reis erspart und somit eine enorme Erleichterung darstellt.“

 
„Es war sehr berührend, wie dankbar die Menschen uns waren. Viele brachten uns auch gleich ihre Hunde und Katzen mit, um sie gegen Seuchen impfen zu lassen. Wir stellen immer wieder fest, wie wichtig Heimtiere für die Leute sind, selbst wenn sie selbst in grösste Not geraten. Sie geben ihren Besitzern das Gefühl von Vertrautheit und Normalität, das ihnen in der Krise enorm hilft.“

Dr. Amir Khalil.


Futter für die Tiere
© VIER PFOTEN | Mihai Vasile

10. Dezember


Positive Bilanz der ersten zwei Wochen


In den ersten zwei Wochen unseres Nothilfe-Einsatzes auf den Philippinen konnte das VIER PFOTEN Team 1.300 ansässige Familien mit 25 Tonnen Tiernahrung unterstützen – das bedeutet Futter für circa 3.000 Nutztiere. Auf den Philippinen halten viele Menschen jeweils einige wenige Tiere, Nutztiere, die als „backyard animals“ bezeichnet werden.

 

Medizinische Versorgung

Insgesamt konnte unser Team 615 Tiere medizinisch erstversorgen, sowie 130 impfen. Weitere Impfaktionen werden folgen. Impfstoff konnte bereits angeschafft werden. Unser Aktion sprach sich rasch herum, sodass zahlreiche Menschen, darunter viele Kinder, mit Hunden und Katzen zu unseren Teams kamen, um diese untersuchen und behandeln zu lassen.

 

Positive Reaktionen

Die Reaktion der lokalen Bevölkerung in den Dörfern als auch der lokalen Behörden war unterstützend und überaus positiv. Viele Menschen waren von anderen Hilfsorganisationen bereits mit notwendiger Nahrung versorgt worden, hatten aber keine Möglichkeit ihre verletzten Tiere zu behandeln und sie ausreichend zu füttern.

 

Auch konnten wir auf Bitten der Behörden eingehen und stets rasch reagieren, wenn unser Expertenteam spezielle Anfragen erhielt. So konnten wir z.B. Futter für 21 Giraffen im Wildtierpark von Calauit für 3 Monate sicherstellen und einige der dort lebenden Tiere behandeln. Der Tierpark war grösstenteils zerstört und zahlreiche Tiere verletzt worden. Auch fehlt es vor Ort an einfacher Infrastruktur.

 

VIER PFOTEN wird sich auch weiterhin für die Tiernothilfe auf den Philippinen engagieren. Diese Hilfe ist nur Dank Ihrer Unterstützung machbar.
Bitte helfen auch Sie.



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© VIER PFOTEN l Mihai Vasile

4. Dezember


Unser Team startete früh am Morgen von Salvacion in Richtung Panlaitan. Nach einer 45 minütigen Bootsfahrt, mit 3 Tonnen Tiernahrung an Bord, konnte die Ausgabe endlich starten. Insgesamt haben 419 Familien Futter für ihre Tiere erhalten, 60 Tiere wurden untersucht und 42 erhielten eine Tollwutimpfung. Danach ging es für unser Team sofort weiter in den Wildtierpark von Calauit. Dort haben unsere Veterinärmediziner den Gesundheitszustand der Tiere überprüft, um einen Eindruck davon zu bekommen, welche Hilfeleistungen am dringendsten benötigt werden. Die Futterladung, welche neun Tonnen umfasst, wird am 5. Dezember ankommen, da deren Transport von Manila über 12 Stunden in Anspruch nimmt.

 

Der Parkdirektor, Froilan P. Sariego, ist über unsere Hilfe sehr dankbar, da einige Tiere durch den Taifun verletzt wurden und bis jetzt keine medizinische Versorgung erhielten. Nach einer intensiven Ausarbeitung eines Kooperationsplanes übergab unser Team dem Direktor noch eines unserer Walkie Talkies, um die Kommunikation mit uns zu erleichtern. Daraufhin sagte er: „Ich weiss nicht, ob ich gerade träume. Eure Hilfsaktion kam so unglaublich schnell. Wir haben noch nie so schnell Hilfe von jemandem erhalten wie von euch. Das ist wirklich unglaublich!“



© VIER PFOTEN l Mihai Vasile

2. und 3. Dezember

 

Am 2. Dezember befand sich eines unserer Teams in dem Dorf Malbato, welches in der Region von Bintuan liegt und etwa 30 Minuten von Coron mit dem Auto zu erreichen ist. Dabei konnte Futter für die knapp 200 Nutztiere der rund 100 ansässigen Familien bereitgestellt werden. Die Ladung von drei Tonnen wird für die nächsten zwei Wochen ausreichen. Weiters wurden 439 Tiere medizinisch versorgt, sowie 16 Hunden und einem Affen Tollwutimpfungen verabreicht.

Unsere Veterinärmedizinerin Marina beschreibt ihre Eindrücke wie folgt: “Meiner Meinung nach war unser grösster Erfolg bisher, dass wir es geschafft haben, 1.000 Tollwutimpfstoffe von der Regierung der Philippinen zu erhalten, da diese im Jahr 2013 insgesamt nur 130 Hunde geimpft haben. Damit können wir eine bedeutende Veränderung erreichen. Generell sind die Menschen, die unsere Hilfe erreicht, sehr dankbar für das, was wir tun, und es ist sichtbar, dass unsere Hilfe dringend benötigt wird, denn es gibt hunderte Menschen, die noch auf uns warten.“


© VIER PFOTEN

Lita Cabero, einer Frau eines Gemüsebauers konnte bereits geholfen werden, als sie mit ihren zwei Wasserbüffeln, zwei Hunden, einem Schwein und 15 Hühnern unsere mobile Tierklinik aufsuchte: „ Ich bin sehr glücklich und dankbar über die Hilfe der VIER PFOTEN. Ich bin sehr froh zu wissen, dass meine Tiere nun für einige Zeit gut versorgt sind.“ Auch Yuri Palance, der Gemeinderat von Malbato, zeigte auf, warum unsere Hilfe so dringend gebraucht wird: „Die Menschen haben bereits Hilfsgüter für sich von lokalen Organisationen erhalten. Was jedoch fehlt ist die Nahrung für ihre Tiere, denn das wird schlichtweg vergessen. Deshalb sind die Leute wirklich froh, dass VIER PFOTEN hier helfen.“

 


Am darauffolgenden Tag, dem 3. Dezember, wurde erneut mit der Organisation der Lebensmittelversorgung in Coron begonnen. Dabei konnten 9 Tonnen für die sogenannten „backyard animals“, 3 Tonnen für Giraffen des Wildtierparks in Calauit, sowie medizinische Güter bereitgestellt werden. Daraufhin haben sich unsere Teams wieder aufgeteilt: das erste Team begab sich mit dem Auto Richtung Salvacion, um eine Unterkunft zu organisieren, während das zweite Team den Transport von 3.2 Tonnen Futternahrung mithilfe zweier Boote organisierte. Die Lieferung wird nach Panlaitan verschifft und soll am 4. Dezember ausgegeben werden können.

 



© VIER PFOTEN

VIER PFOTEN Tiernothilfe auf den Philippinen: Nach dem verheerenden Taifun brauchen Tiere und Menschen jetzt rasche Hilfe.
© VIER PFOTEN | Mihai Vasile

30. November und 01. Dezember 2013


Derzeit befinden sich unsere Teams in San Nicolas, in der Nähe von Coron, auf der philippinischen Insel Palawan. Die ansässigen Familien und ihre Nutztiere benötigen dringen unsere Hilfe. Ziel ist es, Nahrung, medizinische Versorgung und Impfungen für Nutztiere, aber auch Hunde bereitzustellen. In Kooperation mit dem Gemeinderat Mr. Yuri Palanca, sowie dem Bürgermeister von San Nicolas konnten wir am Wochenende einen Lastwagen mit Hilfsgütern organisieren. An nur einem Tag wurden fünf Tonnen Futter für die Tiere von rund 300 Familien ausgeliefert und verteilt. Dies sollte für etwa zwei Wochen ausreichen.



© VIER PFOTEN | Mihai Vasile

Auch in Bintuan, ebenfalls in der Nähe von Coron, konnten wir 100 Familien und deren Tieren Hilfeleistungen zukommen lassen. Darüber hinaus haben unsere Tierärztinnen Marina und Margareta täglich mehr als 100 Tiere medizinisch versorgen können.


Unsere Aktivitäten sind eng mit der Koordinationsstelle für den Katastropheneinsatz in Manila abgestimmt, wodurch wir zusätzliche Lieferungen von medizinischen Versorgungsgütern für weitere 1000 Tiere organisieren konnten.

San Nicolas wurde leider sehr schwer von dem Taifun getroffen. Lokale Behörden gehen davon aus, dass in etwa 200 bis 300 der insgesamt 600 Häuser komplett zerstört wurden. Viele Menschen müssen nach wie vor in Zelten untergebracht werden. Unsere Hilfeleistungen wurden herzlich aufgenommen und die Menschen sind sehr dankbar, dass ihren Tieren, von denen teilweise ihr wirtschaftliches Überleben abhängt, ebenfalls geholfen wird. Auch die Kooperationen mit lokalen Behörden und ansässigen Unternehmern, wie einem österreichischen Hoteleigentümer und dessen Frau, funktionieren sehr gut.

 

Unsere Bemühungen dauern selbstverständlich weiterhin an und konzentrieren sich darauf bei der Versorgung der Grundbedürfnisse der betroffenen Menschen und Tiere schnell Hilfe zu leisten.


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28. November 2013


Wir haben uns in zwei Teams aufgeteilt.

 

Ein Team machte sich auf den Weg in die Gemeinden Coron und Busuanga. Beide Regionen sind stark betroffen, die dortigen Häuser wurden schwer beschädigt oder gänzlich zerstört, vielen fehlen die Dächer und überall liegen umgefallene Bäume. In den Gesprächen mit Behörden und der ansässigen Bevölkerung haben alle positiv auf unser Vorhaben reagiert. Gerade die Hilfe für die Tiere – besonders für die sogenannten „Backyard Animals“ (Nutztiere, die die Einheimischen direkt neben ihren Häusern halten) – wird als grosse Entlastung angesehen. Viele Menschen schaffen es derzeit nicht, ihre Tiere zu versorgen, sie können selbst kaum ihre eigenen Grundbedürfnisse decken.


Unser Team leistet Nothilfe auf den Philippinen.
© VIER PFOTEN

Das zweite Team wurde von lokalen Gemeindevertretern gebeten die Situation in der Calauit Wildtierauffangstation in Augenschein zu nehmen, da dieses Gebiet stark vom Taifun getroffen wurde. Bisher hatte aber noch niemand die Möglichkeit, sich um die Tiere dort zu kümmern. Vor dem Taifun muss es dort wunderschön gewesen sein, zurückgeblieben ist nun eine riesige zerstörte Insel. Hunderte Tiere, darunter Zebras, Giraffen, Rehe und Rinder, irren in der völlig chaotischen Umgebung umher, einige davon sind auch verletzt.

Die Distanzen sind enorm, die Infrastruktur wurde deutlich zerstört. Die Stromversorgung ist oft unterbrochen, was es zu einer grossen logistischen Herausforderung macht, Erste Hilfe – oder auch grosse Mengen an Tierfutter-Konzentrat  - zu organisieren.

Dennoch haben wir, nachdem wir unsere ersten Recherchen mit den Einheimischen abgestimmt haben, einen ersten Massnahmenplan aufgestellt, um die Situation  für Tiere und Menschen in der Region zu verbessern.


27. November 2013


Unser Nothilfe-Team ist auf dem Weg nach Palawan

Palawan ist eine Insel im Westen der Philippinen.
© Wikimedia

Am ersten Tag der Aktion „Tiere retten, Menschen helfen!“ hatte das VIER PFOTEN Nothilfe-Team in Manila wichtige Termine, einerseits mit einigen Botschaftern sowie mit Regierungsvertretern, andererseits mit lokalen Tierschutzorganisationen. Bei den verschiedenen Treffen versuchten wir, einen raschen Überblick zu bekommen, wo am dringendsten Hilfe benötigt wird. Die Auswirkungen der Katastrophe sind natürlich fast überall verheerend, aber wir haben uns letztendlich entschieden, dass unsere erste Mission uns auf die Insel Palawan führen wird - worauf sich unser Team umgehend auf den Weg machte.

 

Die Insel Palawan wurde vom Taifun extrem stark betroffen, und dennoch gibt es bislang noch keine Hilfsorganisationen vor Ort. Eine der am meisten in Mitleidenschaft gezogenen Orte scheint Coron zu sein, wo auch die Sorge um Hunderte Nutztiere gross ist. Sobald wir uns ein Bild von der Lage gemacht haben, werden wir natürlich ausführlich berichten!

 


26. November 2013


Zwei Wochen nach dem verheerenden Taifun Haiyan auf den Philippinen kämpfen immer noch Tausende Menschen um ihr Überleben. Das Ausmass der Zerstörung ist riesengross. Betroffen sind auch Tausende Tiere, darunter Nutztiere, die wiederum die Existenzgrundlage vieler betroffener Menschen bilden. VIER PFOTEN leistet Nothilfe vor Ort.



VIER PFOTEN-Nothilfe-Team ist auf den Philippinen eingetroffen

 Ein VIER PFOTEN-Nothilfe-Team ist Montagnacht in Manila eingetroffen, um Hilfe zu leisten. Projektleiter Dr. Amir Khalil und sein Tierärzte-Team wollen sich schnellstmöglich ein Bild von der Lage machen und mit den Behörden besprechen, wo genau Hilfe am dringendsten benötigt wird. Diese soll dann rasch, zielgerichtet und nachhaltig erfolgen.

Die ersten Berichte, die bereits wenige Stunden nach ihrer Ankunft in Manila eintrafen sind erschütternd. Weiterhin sind zahlreiche Gebiete von den Hilfsleistungen abgeschnitten, der Anblick toter Menschen und Tiere sind keine Seltenheit.

 

Das Schicksal von Mensch und Tier sind eng miteinander verknüpft, so zum Beispiel die Situation der Nutztiere und der ländlichen Bevölkerung. Ein Grossteil der Nutztiere auf den Philippinen wird in landwirtschaftlichen Kleinbetrieben gehalten. Das sind vor allem Rinder, Wasserbüffel, Schweine, Ziegen, Hühner und Enten. Viele Kleinbetriebe sind durch den Taifun zerstört worden.

 

"Es besteht Seuchengefahr aber auch von Zoonosen, das sind Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können", erklärt Dr. Amir Khalil. Das VIER PFOTEN-Einsatzteam will rasch die wichtigsten Schritte einleiten, um so viele Nutztiere wie möglich zu retten und damit auch den Menschen zu helfen. "Unser Notfallplan besteht zunächst darin, dass wir verletzte Tiere behandeln und so viele Tiere wie möglich zu impfen", sagt Dr. Khalil. "Ausserdem wollen wir Bauern beim Wiederaufbau ihrer Betriebe unterstützen, indem wir die Wasserversorgung wiederherstellen, Ställe reparieren und uns um ausreichend Futter kümmern."

Das Nothilfe-Team der VIER PFOTEN ist auch ausgerüstet, um anderen notleidenden Tieren, wie z.B. Heim- und Streunertieren, als auch Zootieren zu helfen.

 

Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 


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