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Balkan


Update, 23. Mai 2014 – VIER PFOTEN übergibt gerettete Hunde an ihre Besitzer

 

Wir konnten heute mit einem schönen Erfolg in den Tag starten: Es ist uns gelungen, einige Hunde aus dem gesperrten und noch immer überfluteten Gebiet zu befreien, medizinisch erst zu versorgen und ihren Besitzern zurück zu geben. Die Hunde sind zwar durch das Erlebte sehr verängstigt, ja regelrecht traumatisiert, und durch den tagelangen Nahrungsentzug stark abgemagert. Dennoch geht es ihnen den Umständen entsprechend gut und sie konnten bereits an ihre Besitzer übergeben werden.

 

Es sind immer wieder ganz besondere Momente für unsere Teams, wenn überwältigte Besitzer ihre Tiere wieder in ihre Arme schliessen können. Solche schönen Augenblicke motivieren uns weiter vor Ort alles zu tun, um den Tieren, aber auch den Menschen zu helfen.



© VIER PFOTEN | Mihai Vasile

Bereits gestern waren über 300 betroffene Bürger der Region bei uns im Logistikzentrum in Zvecka, um sich Futterrationen für ihre Tiere abzuholen: Alleine gestern haben wir bereits 40 Kubikmeter Tierfutter an die Bewohner von Obrenovac verteilt. Heute verteilen wir zusätzlich über 5.000 Heuballen an die Betroffenen.

Wir halten Euch weiterhin auf dem Laufenden!

 

Bitte unterstützen Sie dieses Projekt: 

 



© VIER PFOTEN

Update, 22. Mai 2014 – Das VIER PFOTEN Einsatz-Team ist in Zvecka 

 

Seit gestern ist unser VIER PFOTEN Einsatz-Team nun bereits in der vom Hochwasser besonders schwer getroffenen Region rund um Obrenovac im Einsatz. In Zvecka, ca. 4 km vom Zentrum von Obrenovac entfernt, haben wir ein Logistiklager mit einer mobilen Tierklinik eingerichtet, in der erfahrene Tierärzte verletzte Tiere medizinisch erstversorgen. 



© VIER PFOTEN | Mihai Vasile

Um in unserer Arbeit möglichst effektiv zu sein, haben wir unser Einsatz-Team in kleinere Gruppen aufgeteilt:  Team  1 arbeitet in der mobilen Klinik, um bereits gerettete Tiere schnellstmöglich medizinisch erst zu versorgen. Zwei weitere Teams versuchen notleidende Nutz- und Heimtiere aus ihren Ställen und Häusern zu retten und in unser eigens dafür errichtetes Notlager in Zvecka zu bringen. Unser Fütterungsteam versorgt nicht nur die bereits geretteten Tiere in unserem Notlager, sondern ist gerade mit einem Futter-Transport in der Region unterwegs, um betroffene Bauern mit Heu und anderem Futter für ihre Tiere zu versorgen. Direkt in Zvecka kümmert sich unser Logistik-Team unermüdlich um Futternachschub für die besonders schwer getroffenen Gebiete.

 


© VIER PFOTEN | Mihai Vasile

Aber nicht nur den Tieren wird so rasch wie möglich geholfen. Unser Einsatz-Team in Zvecka ist auch für die betroffenen Menschen vor Ort da und koordiniert die Lieferung von Medizin und Futter zu Farmen, auf denen nach wie vor Tiere eingeschlossen sind. Seit gestern haben sich bereits mehr als 170 verzweifelte Menschen bei uns registriert, die teilweise bis zu 60 Tiere in ihren überfluteten Ställen und Häuser zurücklassen mussten, als das Wasser kam. Einige Besitzer konnten ihre Tiere bereits selbst retten und zu uns bringen. Viele schafften es nur, sie auf erhöhten Hanglagen oder im ersten Stock ihres Hauses vorübergehend unterzubringen.

 


© VIER PFOTEN | Mihai Vasile

Seit heute arbeiten wir auch eng mit der Veterinärmedizinischen Fakultät in Belgrad, die nicht nur ein Team mit 10 Tierärzten in die Krisenregion geschickt, sondern uns auch einen Futtertransporter mit Heu zur Verfügung gestellt hat. Viele Tiere warten nach wie vor in überfluteten Ställen auf rasche Erstversorgung. Da sehr viele Bauern hier hauptsächlich Schafe und Schweine halten, bringen wir gerade spezielles Futter für diese Tiere in die Region. Auch Hundefutter muss direkt aus Belgrad mit LKWs hierher transportiert werden, da es nach wie keinen Strom gibt und lokale Geschäfte noch immer geschlossen sind. 


© VIER PFOTEN | Mihai Vasile

Dennoch erreichen uns noch immer erschreckende Zahlen aus der Region rund um Obrenovac. Insgesamt stehen nach wie vor zwischen 50 bis 70 Quadratkilometer Land unter Wasser. Das serbische Krisenteam musste in den letzten Tagen bereits mehr als 80 Tonnen Tierkadaver sammeln und vernichten. Alleine seit gestern haben sich über 60 Personen beim serbischen Krisenteam gemeldet, um in ihre überschwemmten und zerstörten Farmen zurückzukehren und ihre Tiere zu retten. Im gesamten Gebiet rund um Obrenovac werden offiziell mehr als 40.000 Schweine, 10.000 größere Nutztiere wie Kühe und Pferde sowie mehr als 10.000 Ziegen und Schafe vermutet. Wie viele Heimtiere, etwa Hunde, Katzen, aber auch Streuner, von der Flut betroffen sind, kann nicht genau beziffert werden.   


© VIER PFOTEN | Mihai Vasile

Doch wir haben auch erfreuliches zu berichten: Seit gestern konnten wir bereits mehrere Nutz- und Heimtiere retten und mit dringend benötigtem Futter versorgen. 

 

Aktuell haben wir gerade erfahren, dass auf einer großen Farm in Obrenovac mehr als 90 Kühe nach wie vor vom Wasser eingeschlossen sind und bereits seit Tagen ohne Futter und frisches Wasser auskommen müssen. Unser Rettungsteam ist bereits im Einsatz und versucht alles Menschenmögliche, um diesen armen Tieren schnellstmöglich helfen zu können. Unser zweites Rettungsteam ist gerade wieder von einem Einsatz zurück und berichtet von ca. 30 Hunden, die auf einer Insel, umgeben von Wassermassen, gefangen sind. In einem ersten Schritt wurden die Hunde mit Futter und frischem Wasser erstversorgt. Unser Team wird versuchen, sie einzufangen und in unser Notlager in Zvecka zu bringen.

 

Wir halten euch selbstverständlich weiterhin über die Situation in der Region auf dem Laufenden.

 

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© VIER PFOTEN

Update, 21. Mai 2014 - VIER PFOTEN Nothilfeteam nimmt Arbeit auf 

 

Das VIER PFOTEN Einsatz-Team hat seine Arbeit als Teil des Krisenteams der serbischen Regierung aufgenommen und konnte bereits erste Futtermittel, medizinisches Equipment und Schlauchboote organisieren, um in die besonders schwer getroffenen Regionen rasch vordringen zu können.



© VIER PFOTEN | Andrea Berg

© VIER PFOTEN | Yavor Gechev

Bereits kurz nach ihrer Ankunft in Serbien, besuchte unser Einsatz-Team eines der grössten Flüchtlingslager, um dort verletzte Heimtiere erst zu versorgen und mit Futter zu betreuen. Heimische Tierärzte überwachen in den nächsten Tagen den Gesundheitszustand der dort untergebrachten Hunde, Katzen und Streuner. 

 

In den nächsten Tagen konzentriert sich die Arbeit unseres Teams auf die zurückgelassenen Nutz- und Heimtiere, die auf Farmen und in Häusern dringend medizinisch und mit Futter versorgt werden müssen. Dafür hat unser Team bereits vor Ort Schlauchboote organisiert, um auch jene Gegenden zu erreichen, die nach wie vor von Wasser und Schlamm überflutet sind. Wir werden in den kommenden Tagen nicht nur notleidende Tiere aus ihren Ställen oder Häusern evakuieren, sondern auch Notunterkünfte für sie errichten, in denen sie von ansässigen Tierärzten medizinisch versorgt werden. Für die Evakuierungsmassnahmen arbeiten wir eng mit dem Krisenstab des serbischen Landwirtschaftsministeriums zusammen, um den Tieren gemeinsam schnellstmöglich helfen zu können.

 

Über weitere Geschehnisse halten wir euch selbstverständlich auf dem Laufenden!

 

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Flutkatastrophe am Balkan: VIER PFOTEN am Weg nach Serbien

Das verheerende Hochwasser in Serbien, Bosnien und Kroatien hat in den letzten Tagen nicht nur dutzenden Menschen das Leben und Zehntausenden ihr gesamtes Hab und Gut genommen. Auch Tiere leiden unter der schlimmen Flutkatastrophe. Ein VIER PFOTEN Team aus erfahrenen Tierärzten und Logistikern hat sich deshalb heute auf den Weg nach Serbien gemacht, um notleidende Tiere vor Ort mit Futter und Medizin zu versorgen. Die serbische Regierung hatte VIER PFOTEN offiziell um Hilfe gebeten. Damit ist VIER PFOTEN die erste Tierschutzorganisation vor Ort.



© VIER PFOTEN

Hilfe für zurückgelassene Nutz- und Heimtiere

Die Flut hat den Menschen am Balkan fast alles genommen. Ihre Häuser und Landwirtschaften wurden durch die Wassermassen komplett zerstört, viele Brücken und Strassen regelrecht weggespült. Auch unzählige Tiere mussten ihr Leben lassen oder sind durch die Evakuierung ihrer Besitzer seit Tagen auf sich alleine gestellt. Aus diesem Grund schickt VIER PFOTEN  zwei Einsatz-Team aus erfahrenen Experten nach Serbien, die sich vor Ort um zurückgelassene Nutz- und Heimtiere kümmern. Dr. Amir Khalil, Leiter der Tiernothilfe bei VIER PFOTEN, koordiniert das rund 15-köpfige Einsatzteam am Balkan:  „Für uns steht die Erstversorgung von Nutztieren im Vordergrund. Viele Menschen haben Haus und Hof verloren, ganze Landwirtschaften wurden zerstört. Da sehr viele Menschen im Moment mittellos sind und ihren Tieren selbst nicht helfen können, hat unser Hilfseinsatz doppelte Bedeutung: Denn Tierhilfe heisst auch Hilfe für Menschen!“


© VIER PFOTEN

Einsatzzentrale in Belgrad

Wir konzentrieren uns in einem ersten Schritt um die besonders schwer getroffenen Gebiete. Durch die plötzlich auftretenden Wassermassen wurden ganze Schafherden von den Fluten einfach mitgerissen. Viele Tiere sind noch immer im Schlamm gefangen und können sich nicht selbst befreien. Um die beiden Teams vor Ort optimal zu unterstützen, haben wir in Belgrad eine Einsatzzentrale errichtet, die die medizinische Erstversorgung von Nutz- und Heimtieren, Futterlieferungen in die betroffenen Regionen und die Unterbringen von Hunden, Katzen sowie Streunern in Noteinrichtungen koordiniert. Um möglichst schnell und effizient auch abgelegene Regionen zu erreichen, sind die VIER PFOTEN Teams auch mit Booten unterwegs.


Futterlieferungen für Bosnien

Besonders gefährlich ist die Situation im Moment in Bosnien, das ebenfalls sehr schwer vom Hochwasser getroffen wurde. Durch die Flut wurden unzählige Landminen freigespült. Da ein Einsatz direkt vor Ort für die Teams zu gefährlich ist, koordiniert VIER PFOTEN von Belgrad aus Futterlieferungen nach Bosnien.


© VIER PFOTEN

Team aus erfahrenen Experten

Das erfahrene VIER PFOTEN Team rund um Amir Khalil leistet bereits seit Jahren aktive Katastrophenhilfe für Tiere und war bereits in verschiedenen Notstandsgebieten im Einsatz, wie zum Beispiel im Kosovo, beim Golfkrieg in Bagdad, beim Tsunami in Sri Lanka, bei der Dürrekatastrophe im Gebiet Samburu/Kenia, den Flutkatastrophen im Pakistan, den Unruhen in Ägypten sowie zuletzt auf den Philippinen nach dem Taifun Haiyan.

 



© VIER PFOTEN

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