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BÄRENWALD Domazhyr


VIER PFOTEN errichtet in der Nähe der Ukrainischen Stadt  Lviv (Lemberg) ein neues Bärenschutzzentrum für bis zu 20 leidgeprüfte Bären. Am 19. Mai 2016 erfolgte mit der Grundsteinlegung der offizielle Startschuss für die Baumassnahmen, die noch bis 2018 andauern werden. Mit diesem Schutzzentrum bietet VIER PFOTEN den Tieren ein artgemässes Leben und somit eine nachhaltige Lösung für misshandelte ukrainische Bären. Auf unsere Initiative wurde bereits 2015 ein neues Tierschutzgesetz im Land verabschiedet. Bären und Wölfe dürfen seither nicht mehr für Hundekämpfe eingesetzt werden, Bärenkämpfe wurden ebenso wie das Betreiben von Kampfbärenstationen verboten. 


Spatenstich für unseren BÄRENWALD Domazhyr.
© FOUR PAWS | 2016

Die ersten Bären dürfen 2017 einziehen

In der ersten Bauphase, die bereits Mitte 2017 abgeschlossen sein soll, wird ein 3 Hektar grosses Außengehege errichtet, das bis zu acht misshandelten Kampfbären ein artgemässes und naturnahes Zuhause bieten soll. In der zweiten Bauphase, die 2018 beendet sein soll, wird das gesamte Gelände ein Ausmass von 20 Hektar umfassen. Bis zu 20 Bären können sich dann in einem naturnahen Umfeld von den Strapazen ihres bisherigen Lebens erholen. 


In der ersten Bauphase, die bereits Mitte 2017 abgeschlossen sein soll, wird ein 3 Hektar großes Aussengehege errichtet.
© FOUR PAWS | 2016

VIER PFOTEN ist seit 2012 in der Ukraine aktiv

Mittlerweile engagieren wir uns seit 2012 in der Ukraine. Obwohl der Einsatz von Kampfbären seit 2015 gesetzlich verboten ist, leiden immer noch etwa 20 Bären unter den tierquälerischen Praktiken. Die Bären werden zu Trainingszwecken von Jagdhunden attackiert. Wehren können sie sich dabei kaum. Sie sind angekettet, oftmals unterernährt und teilweise werden ihnen sämtliche Krallen entfernt, damit sie die Hunde nicht ernsthaft verletzen können. Alleine das Ziehen der Krallen ist mit unglaublichen Schmerzen verbunden. Wie bei vielen anderen Tieren auch, ist die Kralle des Bären stark durchblutet und mit Nerven durchzogen. Das Ziehen einer Kralle ist in etwa mit dem Abschneiden der Fingerkuppe eines Menschen vergleichbar. 




Auch Restaurant-Bären sind nach wie vor in der Ukraine im Einsatz

Insgesamt gehen wir davon aus, dass es ca. 100 Bären in der Ukraine gibt, die zur Unterhaltung von Touristen missbraucht werden. Sie fristen ihr Dasein in winzigen Käfigen in der Nähe von Restaurants, Hotels oder sogar Tankstellen. Ihr Zweck: die Aufmerksamkeit von Menschen zu erregen. Wir haben in den letzten Jahren schon einige Bären in der Ukraine aus diesem tristen Dasein retten können. Fünf Bären leben beispielsweise in der BÄRENSTATION Nadiya in Zhytomyr (Westukraine). Die Kapazitäten sind damit aber leider ausgeschöpft. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit dem BÄRENSCHUTZZENTRUM Domazhyr nun endlich weiteren Bären ein artgemässes Leben bieten werden können.


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