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Gallebären


Rund 1300 Bären hauptsächlich asiatische Schwarzbären  leben auf rund 400 Bärenfarmen in Vietnam. Vielen von ihnen wird auch heute noch illegal Bärengalle entnommen. Eine unfassbar hohe Zahl, wenn man bedenkt, dass die vietnamesische Regierung bereits im Jahr 2005 lobenswerte Massnahmen gegen die grausame Haltung von Bären ergriffen hat, in dem sie den Verkauf und Konsum von Bärengalle verboten hat. Wie die Recherchen von VIER PFOTEN in den vergangenen Jahren gezeigt haben, fristen die meisten dieser Bären aber noch immer ein trauriges Leben  in winzigen Metallkäfigen, in denen sie sich kaum einmal um die eigene Achse drehen können. Und das Schlimmste daran: Nach wie vor wird vielen von ihnen illegal Bärengalle entnommen, wie dieses aktuelle Video von uns beweist: 



Das Abzapfen des Gallensaftes

Wie im Video ersichtlich, werden die Bären  meist sind es Kragenbären  unter furchtbaren Bedingungen erst betäubt, dann wird ihre Gallenblase per Ultraschall lokalisiert und mittels einer langen Nadel, die durch die Bauchdecke gestochen wird, punktiert. Oftmals sind die Betäubungen so schwach, dass die Bären die Eingriffe bewusst mitbekommen.

 

Nach dem Abzapfen infizieren sich die Wunden oftmals, und Bären, denen regelmässig Gallensaft entnommen wird, leiden unter schmerzhaften Abszessen, einer Blutvergiftung oder sogar Leberkrebs. Zudem führt die Haltung der Bären in winzigen Käfigen zu massiven Verhaltensstörungen, die in schweren Fällen sogar zu Selbstverstümmelungen führen können.



© VIER PFOTEN

Besichtigung von Bärenfarmen

VIER PFOTEN Experten haben mehrere Bärenfarmen besichtigt und viele grausame Fälle von Missbrauch dokumentiert. Unser Kollege und Wildtierexperte, Thomas Pietsch, war selbst vor Ort: „Die Käfige sind extrem winzig, kaum grösser als die Bären selbst und völllig reizarm. Den Bären fehlt es an allem. Sie sind krank und apathisch. Das ist extreme Tierquälerei."


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